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Beiersorfer Gernandt
Karl Gernandt (r.) nimmt Dietmar Beiersdorfer in die Pflicht © Imago

Karl Gernandt, der Aufsichtsratschef des krisengebeutelten HSV, kritisiert die sportliche Führung des Tabellenletzten scharf. Beiersdorfer soll einen Sportdirektor bekommen.

Auf HSV-Chef Dietmar Beiersdorfer kommen ungemütliche Zeiten zu.

Karl Gernandt, Aufsichtsratvorsitzender der Hamburger, sagte der Bild: "So eine sportliche Krise gab es in der Bundesliga-Geschichte des HSV noch nie. Ich werde da nicht tatenlos zusehen. Es geht sportlich und in der Führung nicht mehr so weiter."

Klare Ansage von Gernandt, der zuvor schon die HSV-Profis in die Pflicht genommen hatte und eine andere Einstellung gefordert hatte. "Die Art und Weise, wie sich unsere Spieler beim 0:3 verkauft haben, war erschreckend", echauffierte sich der 56-Jährige. Außerdem kritisierte er den fehlenden Zusammenhalt im Team.

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Der Aufsichtsratvorsitzende erwartet im Pokalsiel gegen Halle eine positive Reaktion. Trainer Markus Gisdol hat jedoch immer noch das volle Vertrauen von Gernandt. Deutlicher dunkler sieht es für Dietmar Beiersdorfer aus.

Nach SPORT1-Informationen wird Ex-HSV-Profi Nico-Jan Hoogma als neuer Sportdirektor gehandelt. Der 47-Jährige ist derzeit beim niederländischen Ersligisten Heracles Almelo beschäftigt. An der Elbe absolvierte der Niederländer 177 Spiele.

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Seit der Entlassung von Peter Knäbel im Mai arbeitet Beiersdorfer in Doppelfunktion als Vorstandsvorsitzender und Manager. "Es ist normal, dass man mit zwei Punkten aus acht Spielen kritisiert wird", sagte Beiersdorfer. Sachliche Kritik nehme er an. "Damit habe ich kein Problem."

Mit einem Sportdirektor an seiner Seite könnte sich der 52 Jahre alte Beiersdorfer wieder allein auf den Job als Vorstandsvorsitzender fokussieren.

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