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Marco Fabian startete seine Profikarriere 2007 bei Deportivo Guadalajara © Getty Images

Frankfurt am Main - Nach Anfangsschwierigkeiten kommt Marco Fabian bei Eintracht Frankfurt immer besser in Fahrt. Der Edeltechniker gibt schon jetzt einen Treueschwur für die Hessen ab.

Für Marco Fabian ist es die große Liebe. Und der formstarke mexikanische Edeltechniker hat seiner Eintracht deshalb schon jetzt ewige Treue geschworen.

In Form einer lebenslangen Mitgliedschaft beim Bundesligisten aus Frankfurt, die der Hoffnungsträger aus Dankbarkeit für den herzlichen Empfang am Main abschloss.    

Dabei gestaltete sich der Beginn der inzwischen feurigen Liaison als schwieriges Unterfangen. Nach seinem Wechsel für 3,7 Millionen Euro von Deportivo Guadalajara im vergangenen Winter nach Hessen schmorte Spielmacher Fabian in der Rückrunde meistens auf der Bank.     

"In den ersten sechs Monaten bei der Eintracht musste ich mich an das neue Umfeld anpassen. Ich war noch auf der Suche nach meiner Form und nach meiner Rolle im Team", berichtete der 30-malige Nationalspieler von "El Tri", der in der laufenden Bundesliga-Saison schon drei Treffer erzielt und vier Tore vorbereitet hat.    

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Holprige Anfangsphase

In der holprigen Anfangsphase kam Fabian sein sonniges Gemüt zugute. "Er hat stets ein Lächeln im Gesicht und ist gut gelaunt. Marco hat der Mannschaft auch als Ersatzspieler immer Mut gemacht", meinte Frankfurts argentinischer Innenverteidiger David Abraham, ein guter Freund von Fabian. 

Der 27-Jährige, der eigentlich Marco Jhonfai Fabian de la Mora heißt, blieb positiv - und lauerte.

"Zu keinem Zeitpunkt habe ich den Kopf hängen lassen, weil ich wusste, dass der Tag X kommt, an dem man seine Chance nutzen muss", sagte der Olympiasieger von 2012 dem kicker.    

Und der Tag X kam. Am 3. Spieltag Mitte September 2016 sorgte Fabian mit einem Treffer und einem Assist quasi im Alleingang für den 2:1-Sieg gegen Leverkusen. An 11 der 13 Saisontreffer der Hessen war die Nummer 10 beteiligt.   

  

Zweitteuerste Einkauf

Auch beim 3:0 der Frankfurter im Auswärtsspiel gegen den Hamburger SV am vergangenen Freitag bereitete der zweitteuerste Einkauf der Eintracht-Historie zwei Tore vor.

Und das in seiner unnachahmlichen Manier - als umsichtiger, ideenreicher und ballsicherer Offensivspieler, dem nichts mehr Spaß zu machen scheint, als den berühmten tödlichen Pass zu spielen.

"Das ist der Marco, den wir uns alle wünschen", lobte Trainer Niko Kovac die aktuelle Verfassung des 1,70 Meter kleinen Fabian.    

"Chicharito ist wie ein Bruder"

Der Mexikaner, der im schönen Stadtteil Sachsenhausen wohnt, pflegt auch den Kontakt zu seinem Landsmann Javier Chicharito Hernandez von Bayer Leverkusen.

"Zu ihm habe ich ein ganz besonderes Verhältnis. Er ist nicht nur ein Freund unter mehreren, sondern er ist mein bester Freund. Genau genommen ist Chicharito sogar wie ein Bruder für mich", sagte Fabian über den Bayer-Torjäger, mit dem er aufgewachsen ist.

Am Leistungslimit sieht sich eines der Gesichter des Frankfurter Aufschwungs aber nicht: "Ich will mir nach oben keine Grenze setzen", betonte Fabian - und lächelte.                 

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