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Carlo Ancelotti und Thomas Tuchel beim Handschlag
Carlo Ancelotti (l.) und Thomas Tuchel haben kurzfristige Personalsorgen © Imago

München - Vor dem Kracher zwischen dem BVB und den Bayern beklagen beide Trainer kurzfristige Personalsorgen. Sowohl Thomas Tuchel als auch Carlo Ancelotti müssen improvisieren.

Marco Reus nun also auch noch.

Fersenprobleme haben den ewigen Pechvogel noch kurzfristig ausgebremst, Borussia Dortmund hat das Comeback des Offensiv-Wirblers für das Duell mit dem FC Bayern offiziell abgeblasen.

Gefühlt ist diese Personalnachricht die größte am Tag vor dem Topspiel. Tatsächlich ist sie eigentlich die mit den geringsten direkten Auswirkungen auf die Partie.

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Mehr als einen Kurzeinsatz hatte sein Trainer Thomas Tuchel ohnehin nicht geplant. Dass der nun doch nicht möglich ist: ein psychologischer Schlag, dessen Folgen auch nicht zu unterschätzen sind.

Rode fällt aus - Guerreiro wohl auch

Doch es sind auch andere Personalfragen, die Tuchel Sorgenfalten bereiten. An der Startelf muss der BVB-Coach mittlerweile genauso viel herumbasteln wie sein Kollege Carlo Ancelotti.

"Rode hat noch Probleme mit seiner Narbe, Guerreiro plagen muskuläre Probleme", gab Tuchel bei der Pressekonferent Auskunft. Für Rode wird es nicht reichen, für den Portugiesen wahrscheinlich auch nicht.

Wenige Stunden zuvor musste Ancelotti an der Säbener Straße ebenfalls zwei schlechte Nachrichten verkünden: Sowohl Arjen Robben als auch Javi Martinez werden definitiv ausfallen, zusätzlich zu Kingsley Coman.

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Vidal muss passen

Und auch Arturo Vidal, der angeschlagen von der weiten Länderspielreise zurückkam, wird wie von SPORT1 berichtet nicht nach Dortmund fliegen. Immerhin: Douglas Costa, ebenfalls erst kürzlich vom Südamerika-Trip gelandet, ist zumindest eine Alternative für einen Kurzeinsatz.

Dennoch ist allem die Offensive ist von diesen Sorgen betroffen, insbesondere die Flügel. Franck Ribery ist plötzlich der Fitteste im Luxus-Quartett. "Er ist in guter Verfassung und kann morgen spielen", versicherte Ancelotti.

Thomas Müller wird an Costas Stelle wohl den rechten Offensivflügel besetzen, wie sehr er das Spiel prägen kann, ob er den Moment nutzen kann, eine Antwort auf seine Torflaute und die Wirren um seine San-Marino-Kritik zu geben: abzuwarten.

Auch der Ausfall von Vidal schnürt Ancelottis taktische Optionen ein: Im Mittelfeldzentrum ist der Coach auf das Trio Thiago, Joshua Kimmich und Xabi Alonso faktisch festgelegt. Alonsos Mangel an Tempo kann gegen die schnellen Dortmunder zum Knackpunkt werden.

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