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Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge spart nicht mit Kritik am DFB-Spielplan, auch SPORT1 Director Digital Ivo Hrstic nervt die Länderspielpause © SPORT1-Grafik: Getty Images

Die Bundesliga ist aktuell spannend wie selten. Da nervt die Länderspielpause - findet SPORT1 Director Digital Ivo Hrstic. Von Rummenigge fordert er nach dessen Kritik nun Aktivität.

Geht es Ihnen auch so wie mir? Die anstehende Länderspielpause nervt!

Die Bundesliga hat gerade eben so schön Fahrt aufgenommen. Der Rekordmeister wird mehr denn je geärgert, Leipzig marschiert weiter und Pierre-Emerick Aubameyang sagt mit einem Viererpack sorry. Und jetzt? Pause.

Auf das Duell zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München müssen wir erstmal zwei Wochen warten. Genauso auf die Antwort, ob RB Leipzig nach dem 3:1 gegen Mainz auch in Leverkusen nachlegen kann.

Stattdessen sehen wir ein WM-Qualifikationsspiel der deutschen Nationalmannschaft in San Marino. Hier geht es erst gar nicht um die Frage, wer gewinnt, sondern lediglich um die Höhe des Sieges für das Team von Bundestrainer Joachim Löw.

So gerne ich auch unsere Nationalelf spielen sehe: Diese Länderspielpause kommt zur Unzeit. Dafür kann der DFB natürlich nichts, aber schon Ende August hatte ich mich über eine nervige Pause geärgert - nach nur einem Bundesligaspieltag!

"Ich finde den ganzen Kalender mittlerweile katastrophal, weil er eine permanente Unterbrechung des Klubfußballs mit sich bringt." Die von Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge aktuell formulierte Kritik am FIFA-Terminkalender ist absolut berechtigt.

Gut, dass jetzt auch führende Funktionäre dieses Thema deutlich ansprechen. Auch in anderen europäischen Spitzenligen beklagen Verantwortliche diesen Zustand.

Anders als Rummenigge ("Es geht nicht um weniger Spiele") sehe ich aber eine Reduzierung der Spiele auf Vereins- und Nationalmannschaftsebene als unabdingbar. Wer Kritik übt, muss auch Lösungen anbieten. Das fehlt mir bei Rummenigges Vorstoß.

Für mich wäre eine Vor-Qualifikation (WM und EM) für kleinere Verbände wie San Marino, Andorra, Liechtenstein oder Gibraltar ein möglicher Schritt - so sehr ich auch diesen Mini-Verbänden ein Spiel gegen die großen Nationen gönne.

Anders sind die nervigen Doppelspieltage nicht zu verhindern. Und nur so kann der aufgeblähte Quali-Modus wieder an sportlicher Qualität und damit der Fußball an Glaubwürdigkeit gewinnen.

Das gilt aber auch für den Vereinsfußball. Immer mehr Wettbewerbe sorgen eben auch für einen vollen Terminkalender. Hier kann Karl-Heinz Rummenigge als Vorsitzender der European Club Association (ECA) aktiv gegensteuern. Nur so kann der Bayern-Boss zeigen, wie ernst ihm die Debatte wirklich ist.

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