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Marco Reus fliegt erstmals in der Bundesliga vom Platz - zu Unrecht. Auf dem Weg in die Kabine lässt er seinen Frust raus, der BVB kartet einen Tag später nach.

Marco Reus hat in seinem 209. Bundesligaspiel seinen ersten Platzverweis kassiert.

Die Hinausstellung des Nationalspielers von Borussia Dortmund in der Partie bei der TSG Hoffenheim (2:2) war jedoch höchst umstritten.

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Nach einem vermeintlichen Foul an Nadiem Amiri sah Reus in der 41. Minute die Gelb-Rote Karte, allerdings war es der Hoffenheimer, der den Dortmunder zuerst klar am Trikot gezogen hatte. Vor lauter Frust über den Platzverweis soll Reus beim Abgang in die Kabine laut Sky zudem eine Plexiglasscheibe im Kabinengang der Sinsheimer Arena zertreten haben.

"Das Halten war zuvor, daher war die Gelb-Rote Karte nicht richtig", sagte Ex-Schiedsrichter Peter Gagelmann bei Sky.

Der BVB hatte sich auch am Tag nach dem Spiel noch nicht mit der Entscheidung abgefunden. Auf dem vereinseigenen Twitteraccount wurde am Samstagmittag ein Bild von Reus gepostet, unter dem zu lesen war: "209 Bundesligaspiele, kein berechtigter Platzverweis."

Watzke kritisiert Schiedsrichter

Schon direkt im Anschluss an die Partie am Freitagabend hatte sich Hans-Joachim Watzke zu der Szene geäußert. "Die Gelb-Rote Karte für Marco Reus ist eine absolute Frechheit. Amiri klammert sich fünf, sechs, sieben Meter lang ins Trikot von Marco rein. Das ist unfassbar. Ich weiß nicht, was der Linienrichter da macht", wetterte der BVB-Boss.

Watzke gab der DFL außerdem Tipps hinsichtlich Referee-Ansetzungen. "Wir hoffen, dass wir den Schiedsrichter möglichst lange nicht mehr bekommen", ergänzte er.

Einmal in Fahrt beschwerte sich Watzke auch über die Spielweise der Gastgeber. 

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"Hoffenheim spielt sehr körperbetont, das ist auch bekannt und legitim. Wenn es dann so aussieht wie bei Wagner beim Kopfballtor, ist es nicht mehr legitim", führte Watzke weiter aus. Der Hoffenheimer Stürmer hatte sich vor seinem Treffer zum 2:1 mit einem Schubser gegen Sven Bender Platz verschafft.

Zumindest beim Thema Reus sprang sogar Julian Nagelsmann Watzke zur Seite. "Ich kann den Ärger der Dortmunder verstehen. Ich hätte die zweite Gelbe Karte für Marco Reus auch nicht gegeben", sagte der Hoffenheimer Trainer.

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