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Carlo Ancelotti dürfte in der kommenden Saison einige Veränderungen in seinem Kader haben © SPORT1

München - Nach Arjen Robbens Vertragsverlängerung lichtet sich langsam die Zukunft des FC Bayern. SPORT1 wirft einen Blick auf den Kader der Münchner für die kommende Saison.

Drei Baustellen zogen sich beim FC Bayern fast durch die gesamte Hinrunde.

Sie betrafen weniger die Spiele des Rekordmeisters, auch wenn manch holpriger Auftritt unter dem neuen Trainer Carlo Ancelotti ebenfalls dazu Anlass gegeben hätte, davon zu sprechen.

Vielmehr ging es um die Zukunft der Münchner, in der gleich drei ihrer Säulen wegzubrechen drohten. Da war zum einen Robert Lewandowski, der heftig von Real Madrid umworben wurde - und da war Bayerns Flügelzange aus Franck Ribery und Arjen Robben.

Sieht so der Bayern-Kader der Zukunft aus? © SPORT1-Grafik: Paul Hänel/Getty Images

Der Franzose machte Ende November den Anfang, verlängerte seinen Vertrag um ein Jahr - ebenso wie Robben eineinhalb Monate später. Und auch Lewandowski bleibt dem FC Bayern treu, unterschrieb sogar bis 2021.

Weil in der Winterpause auch schon einige Zugänge für die kommende Spielzeit vermeldet wurden, zeichnet sich bereits jetzt ein klares Bild für 2017/18 ab. SPORT1 wirft einen Blick auf den FC Bayern der kommenden Saison.

- Torwart:

Auf dieser Position hat der FC Bayern selbstredend keinen Handlungsbedarf - zumindest was die Nummer 1 angeht. Manuel Neuer wird auch in der kommenden Spielzeit im Kasten stehen.

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Interessant dürfte allerdings werden, wie sich Sven Ulreich seine Zukunft vorstellt. Weil er in eineinhalb Jahren in München nur eine Handvoll Pflichtspiele absolvieren durfte, deutete die aktuelle Nummer zwei bereits an, sich eine neue Herausforderung zu suchen. Falls diese Zukunft bereits in der kommenden Saison liegt, muss sich der FC Bayern nach einem Stellvertreter für Neuer umsehen.

- Abwehr:

Hier machte der FC Bayern bereits Nägel mit Köpfen. Mit der Verpflichtung von Niklas Süle wurde eine der größten Baustellen geschlossen - die des dritten Innenverteidigers. Der (Noch-)Hoffenheimer wird als Backup der beiden Weltmeister Mats Hummels und Jerome Boateng agieren und soll möglichst an die Weltklasse herangeführt werden.

Für Javi Martinez, der oftmals notgedrungen nach hinten gezogen wurde, dürfte dies bedeuten, dass er auch wider häufiger im defensiven Mittelfeld zum Zug kommt.

Da aktuell davon auszugehen ist, dass Philipp Lahm im Sommer seine Fußballschuhe noch nicht an den Nagel hängen wird, wird der zweite Neuzugang Sebastian Rudy auf der rechten Abwehrseite zunächst nur als Ersatz für den Bayern-Kapitän ins Rennen gehen.

- Mittelfeld:

Hier dürfte sich der Verjüngungsprozess der Münchner am deutlichsten zeigen - zumindest im defensiven Teil des Mittelfeldes. Aktuell sieht es nicht danach aus, als würden die Münchner mit Xabi Alonso verlängern. Doch selbst wenn der 35-jährige Spanier noch eine Saison dranhängen sollte, würden seine Einsätze sukzessive zurückgefahren werden.

Stattdessen dürfte Ancelotti seine "Kronprinzen" Joshua Kimmich und Renato Sanchez stärken und ihnen mehr Einsatzzeiten geben als noch in dieser Saison.

Da davon auszugehen ist, dass die Münchner im Sommer auf dem Transfermarkt zuschlagen werden, dürfte in der kommenden Saison eine weitere Größe an der Säbener Straße aufschlagen. Gerüchteweise könnte es sich um PSG-Star Marco Verratti handeln, dessen Name in den vergangenen Wochen und Monaten wiederholt durch die (inter-)nationalen Medien geisterte.

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Auf den Flügeln wird sich nach den Vertragsverlängerungen von Robben und Ribery die Verjüngungskur noch etwas hinziehen, doch auch hier basteln die Bayern an der Zukunft. Trotz Werder Bremens Dementi einer Bayern-Beteiligung am Deal mit Serge Gnabry spricht einiges dafür, dass der Silbermedaillengewinner von Rio ab dem Sommer mit FCB-Trikot aufläuft.

- Sturm:

Robert Lewandowski - und dann? Diese Frage stellten sich schon viele Bayern-Fans, auch wenn der polnische Angreifer bislang von größeren Verletzungspech verschont blieb. Nachdem nun auch Julian Green in der Winterpause an den VfB Stuttgart verkauft wurde, hat "Lewy" keinen Backup mehr.

Mit Thomas Müller als "falscher Neun" hat Ancelotti zwar noch eine Alternative in der Hinterhand, doch die Torflaute des Weltmeisters spricht eher gegen diese Variante. 

Wer aber könnte für die vorderste Front geholt werden? Der aufstrebende Emil Forsberg würde zumindest ins Beuteschema passen - und er wäre wohl auch ein wichtiges Zeichen an die Konkurrenz von RB Leipzig.

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