vergrößernverkleinern
FBL-GER-BUNDESLIGA-LEIPZIG-FREIBURG
Diego Demme verlor bei seinem ersten Bundesligator einen Schneidezahn © Getty Images

Leipzig - Leipzig sichert mit dem Sieg gegen Freiburg Platz vier, doch für RB zählt nur die Champions League. Dafür nehmen Diego Demme und Co. auch Schmerzen in Kauf.

Am Ende konnte Diego Demme doch noch lächeln - wenn auch mit einer Lücke in seinem Grinsen.

Denn sein erstes Bundesligator zum 4:0-Endstand gegen den SC Freiburg musste der Mittelfeldmann von RB Leipzig mit dem Verlust eines Schneidezahns bezahlen.

Ein bisschen Spott seiner Kollegen war Demme anschließend sicher. "Ich glaube nicht, dass er heute Abend noch rausgeht - es sieht schon sehr gewöhnungsbedürftig aus", sagte Timo Werner bei Sky. Auch RB-Trainer Ralph Hasenhüttl konnte sich einen Spruch nicht verkneifen: "Wenn er für jedes Tor einen Zahn verliert, hat er am Ende seiner Karriere trotzdem noch genug Zähne. So oft wird er nicht treffen. Aber es ist schön, dass er mich heute eines Besseren belehrt hat."

Die Highlights der Partie am Sonntag in Bundesliga Pur ab 9.15 Uhr im TV auf SPORT1.

Leipzig sichert Platz vier

Abgesehen vom zahnlosen Torschützen hatten die Leipziger nach dem vierten Sieg in Serie gut lachen. Die Teilnahme an der UEFA Europa League ist dem Aufsteiger damit nicht mehr zu nehmen, doch die Sachsen wollen mehr. "Wir sind noch nicht fix in der Champions League, deswegen gibt es noch einige Aufgaben zu erledigen", sagte Coach Hasenhüttl.

Poulsen
Yussuf Poulsen ebnete mit einem Tor und einer Vorlage RB Leipzig den Weg zum Sieg © iM Football

Zwei Siege aus den verbleibenden fünf Bundesligaspielen fehlen den Leipzigern noch, um in der kommenden Saison in der Königsklasse dabei zu sein. "Natürlich wollen wir jetzt Zweiter bleiben", sagte Sportdirektor Ralf Rangnick: "Wenn die Mannschaft so weitermacht, dann haben wir gute Chancen, das zu schaffen."

Hasenhüttl will "tolle Ausgangsposition" sichern

Leipzig bleibt zwar weiter ärgster Verfolger von Rekordmeister Bayern München, doch mit dem Titelverteidiger beschäftigt sich bei RB derzeit niemand. Der Blick geht nach hinten. Die TSG Hoffenheim hat weiterhin sieben Punkte Rückstand, Borussia Dortmund liegt acht Zähler hinter Leipzig. "Wir haben einen tollen Vorsprung und eine tolle Ausgangsposition", sagte Hasenhüttl. "Es ist sehr, sehr angenehm, sich in dieser Phase der Saison um solche Dinge Gedanken zu machen."

Gegen die harmlosen Freiburger hatten die Gastgeber in keiner Phase Mühe. Yussuf Poulsen (36.) und Timo Werner (42.) sorgten bereits vor der Pause für die Entscheidung, Naby Keita (51.) erhöhte weiter und der eingangs erwähnte Demme (90.) setzte den Schlusspunkt.

Sabitzer muss angeschlagen raus

Die pfeilschnelle RB-Offensive überzeugte vollends, musste mit der verletzungsbedingten Auswechslung von Marcel Sabitzer aber noch einen Wermutstropfen verkraften. Nach Klubangaben soll der Offensivmann nach einem Schlag auf den Knöchel aber nicht länger ausfallen.

"Wenn wir die Dinge gut machen, sieht es bei uns immer sehr einfach aus, aber so einfach war es nicht", sagte Emil Forsberg. Der Schwede glänzte erneut als Antreiber im Mittelfeld und genialer Passgeber. "Natürlich ist es geil, dass die Europa League jetzt sicher ist, aber es gibt noch die Champions League - und da wollen wir spielen!"

Rangnick plant für Europa

Schon längst hat Rangnick mit den Personalplanungen für den internationalen Wettbewerb begonnen. "Wir wissen, was wir wollen und haben ganz konkrete Vorstellungen", sagte der 58-Jährige. "Wenn wir international spielen, brauchen wir den einen oder anderen Spieler mehr. Wir brauchen einfach mehr Qualität in der Breite."

Wie viele Neue kommen sollen, verriet Rangnick nicht und sagte angesprochen auf sechs mögliche Zugänge: "Ich habe noch nicht nachgezählt."

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel