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Borussia Moenchengladbach v Eintracht Frankfurt - Bundesliga
Frankfurts Kevin-Prince Boateng (l.) feiert seinen Treffer zum 1:0 in Mönchengladbach © Getty Images

Mönchengladbach - Eintracht Frankfurt gewinnt am 3. Spieltag der Bundesliga knapp bei Borussia Mönchengladbach. Für die emotionalen Höhepunkte sorgt Kevin-Prince Boateng.

Kevin-Prince Boateng hat die Frankfurter Torflaute beendet und die Eintracht bei Borussia Mönchengladbach zum ersten Saisonsieg geführt. Der im Sommer ablösefrei verpflichtete Offensiv-Allrounder erzielte beim 1:0 (1:0) nach 13 Minuten das Tor des Tages und fügte Gladbach damit am 3. Spieltag der Bundesliga die erste Niederlage zu. (Das Spiel zum Nachlesen im Liveticker)

Nachdem die Eintracht beim SC Freiburg (0:0) und gegen den VfL Wolfsburg (0:1) an der eigenen Chancenverwertung gescheitert war, belohnte sich der Pokalfinalist diesmal für die vor allem defensiv konzentrierte Vorstellung.

"Wir haben in der ersten Halbzeit ein außerordentlich gutes Spiel gemacht, wir hatten die Mehrzahl der Chancen und am Ende verdient gewonnen", sagte Eintracht-Trainer Niko Kovac nach dem ersten Saisonsieg.

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Dabei profitierten die Gäste allerdings auch von der Leistung biederer Gladbacher, die vor 51.431 Zuschauern nach vier Punkten zum Saisonstart schwach aus der Länderspielpause zurückkehrten.(Service: Bundesliga-Tabelle)

"Wir sind wieder einmal schlecht ins Spiel gekommen. Das schmeckt mir gar nicht", sagte Gladbach-Trainer Dieter Hecking: "Wir hatten Probleme mit den langen Bällen, haben uns aber reingebissen, in einigen Situationen geschickt umgeschaltet, aber uns im Netzwerk der Eintracht festgelaufen. Wir haben viel probiert, aber keine Lösung gefunden. Daher ist die Niederlage verdient."

Pechvogel Boateng verhindert Frankfurter Führung

Bereits nach 41 Sekunden hätte Frankfurts Sebastien Haller den Bann für die Eintracht brechen können, doch Boateng berührte den Ball im Abseits stehend mit der Fußspitze und "klaute" dem Rekordeinkauf der Eintracht damit die Tor-Premiere in der Bundesliga. Vorwürfe machte Boateng niemand, und er zahlte das Vertrauen zurück.

Nach einem weiten Einwurf krönte der frühere deutsche U21-Nationalspieler auf Hallers Vorlage die starke Anfangsphase der Hessen. (Ergebnisse im Überblick)

Angesichts der Frankfurter Überlegenheit verlegte sich die Borussia zunächst auf Konter, Thorgan Hazard (18.) vergab die erste Gladbacher Chance aus spitzem Winkel. Viel mehr ließ Frankfurts Dreierkette, in der Abwehrchef Makoto Hasebe wegen Knieproblemen fehlte, allerdings vor der Pause nicht zu. Für den Japaner spielte Bundesliga-Debütant Carlos Salcedo.

Gladbach mit zu wenig Tempo

Während es Gladbach ohne den verletzten Ibrahima Traoré (Muskelbündelriss) oft an Tempo mangelte, kam Frankfurt durch Gelson Fernandes (27.) zum nächsten gefährlichen Abschluss. Yann Sommer rettete mit den Fingerspitzen.

Zwölf Minuten später war der Schweizer Keeper gegen Mijat Gacinovic erneut zur Stelle. Auf Gladbachs Trainer Dieter Hecking wartete in der Pause jede Menge Arbeit.

Boateng verletzt ausgewechselt

Dennoch brauchte seine Elf auch nach dem Seitenwechsel zehn Minuten und einen Fernschuss des Nationalspielers Lars Stindl, um Lukas Hradecky im Eintracht-Tor in Bedrängnis zu bringen.

Boateng war zu diesem Zeitpunkt bereits ausgewechselt. Angeschlagen machte er in der 51. Minute für Ante Rebic Platz, der erst am letzten Tag der Transferperiode (31. August) aus Florenz nach Frankfurt zurückgekehrt war.

Ohne Boateng fehlte der Eintracht zwar die Entlastung, doch ließ die Mannschaft von Trainer Niko Kovac weiter kaum Chancen zu. Hecking brachte Stürmer Raul Bobadilla, der nach seiner Rückkehr aus Augsburg zu seinem ersten Saisoneinsatz kam.

Einfallsreichtum brachte der Argentinier allerdings zunächst auch nicht mit auf den Platz. Entrüstung löste bei den Gästen die Nachspielzeit von sechs Minuten aus.

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