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Javier Hernandez knipste Real Madrid auf den letzten Drücker gegen Atletico Madrid ins Halbfinale der Champions League © Getty Images

Madrid - Real Madrid besiegt im Rückspiel gegen Atletico den Derby-Fluch, braucht aber einen Platzverweis gegen den Rivalen und ein spätes Tor, um ins Halbfinale einzuziehen.

Real Madrid kann in diesem Jahr weitere Geschichte schreiben und nach wie vor als erste Mannschaft in der Champions League seinen Titel erfolgreich verteidigen.

Das Team um Weltmeister Toni Kroos und Weltfußballer Cristiano Ronaldo bezwang im Viertelfinal-Rückspiel den Stadtrivalen Atletico Madrid 1:0 (0:0) und zog damit in diesem Wettbewerb zum 25. Mal ins Halbfinale ein.

Der Mexikaner Javier Hernandez sorgte in der 88. Minute in Überzahl auf Vorarbeit von Ronaldo mit seinem ersten Tor im laufenden Wettbewerb für den ersten Sieg der Königlichen in dieser Saison gegen den spanischen Meister. (SERVICE: Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

"Er hat sehr gut gespielt, mit viel Einsatz", lobte Real-Trainer Carlo Ancelotti Matchwinner Hernandez: "Er hat es verdient. Ich freue mich für ihn."

"Wir haben Geduld bewahrt und nichts zugelassen", sagte Kroos bei Sky: "Atletico hat auf den Zufall gehofft, eine Ecke oder einen Freistoß, und hatte über beide Spiele hinweg keine klare Torchance. Deswegen sind wir verdient weiter."

Real besiegt Derby-Fluch

Mit dem Erfolg besiegte Real nach langer Durststrecke den Derby-Fluch gegen Atletico. Wettbewerbsübergreifend hatten die "Königlichen" sieben Spiele in Serie nicht gegen den Rivalen gewonnen.

Den letzten Sieg gegen Atletico feierte Real allerdings im vergangenen Sommer ausgerechnet im Finale der Königsklasse in Lissabon mit 4:1 n.V..

Zudem kann der angezählte Real-Trainer Ancelotti der erste Coach werden, der diesen Pokal viermal gewinnt. (SERVICE: Die Statistiken des Spiels)

Zuvor hatte der Italiener in dieser Spielzeit mit seinem Team gegen Atletico das Match um den spanischen Supercup verloren, war gegen den Stadtrivalen im spanischen Pokal rausgeflogen und hatte zudem in der Liga ein 0:4-Debakel gegen den Titelverteidiger erlebt.

Atleticos Trainer Diego Simeone erklärte trotz der bitteren Niederlage: "Ich bin stolz auf meine Spieler. Sie haben hart gearbeitet."

Real Madrid CF v Club Atletico de Madrid - UEFA Champions League Quarter Final: Second Leg
Arda Turan flog nach Fouls gegen Toni Kroos und Sergio Ramos mit Gelb-Rot vom Platz © Getty Images

Brych stellt Turan vom Platz

Vor 80.354 Zuschauern im ausverkauften Fußball-Tempel Bernabeau war in einer erneut hitzigen Partie vor allem auch der deutschen WM-Schiedsrichter Felix Brych aus München gefordert.

Unter dem Strich machte er seine Sache aber gut machte und in der 76. Minute Atleticos Mittelfeldspieler Arda Turan die Gelb-Rote Karte zeigte.

"Dass Turan vom Platz gestellt wurde, hat den Gegner gestärkt, den Platz konnten sie nutzen", sagte Simeone zur Schlüsselszene: "Man kann die Karte geben, man kann es aber auch bei einer Verwarnung belassen." 

Brenzlige Szenen gab es wie schon im Hinspiel zuhauf.

Ronaldo vergibt beste Chance

Vor der Pause gab es viele Fouls auf beiden Seiten, aber kaum Torchancen. Die beste Möglichkeit hatte Superstar Ronaldo kurz vor dem Halbzeitpfiff.

Der Weltfußballer scheiterte an Atletico-Torwart Jan Oblak, der bereits im Hinspiel überragend gehalten hatte.

Isco setzt Hernandez in Szene

Kurz nach der Pause hatte Real durch den späteren Matchwinner Hernandez erneut eine große Möglichkeit zur Führung. Isco hatte die Chance glänzend vorbereitet.

Real, das auf die angeschlagenen Gareth Bale, Karim Benzema und Luka Modric sowie den gesperrten Verteidiger Marcelo verzichten musste, war auch in der Folgezeit tonangebend und hatte unter anderem durch Pepe noch eine große Gelegenheit.

Kroos machte eine starke Partie, war aber überwiegend in der Defensive gefordert. Sein Weltmeister-Kollege Sami Khedira saß wie im Hinspiel auf der Bank.

Leverkusen-Bezwinger Atletico stand in der Abwehr zwar bis zum Platzverweis ganz ordentlich, in der Offensive lief bei Ex-Bundesligaprofi Mario Mandzukic und Kollegen aber kaum etwas zusammen, sodass der Real-Sieg am Ende hochverdient war. 

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