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Dortmund - Dortmund startet gegen Krasnodar (18.45 Uhr LIVE auf SPORT1.fm u. LIVETICKER) als Favorit in die Europa League. Tuchel beschwichtigt, die Spieler und Zorc wollen mehr.

Die Experten sind sich einig: Borussia Dortmund startet als einer der Titelfavoriten in die UEFA Europa League (LIVE im TV auf SPORT1LIVE und kostenlos in unserem Sportradio SPORT1.fm, und im LIVETICKER). BVB-Coach Thomas Tuchel warnt indes, den Blick zu weit nach vorne zu richten. 

20 Titel hat der BVB in den vergangenen Jahrzehnten gesammelt, von der Deutschen Meisterschaft 1956 angefangen bis zum nationalen Supercup 2014.

Nur eine Trophäe durften die Schwarzgelben noch nie in den Händen halten: den silbernen Pokal für den Gewinn der UEFA Europa League, 65 Zentimeter hoch, 15 Kilogramm schwer.

"Das ist in der Tat der einzige Titel, der Dortmund noch fehlt", sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc am Sonntag im Volkswagen Doppelpass auf SPORT1.

Das Ziel der Westfalen: Die Titelsammlung zu komplettieren. Der Anspruch heißt Finale. "Ambitioniert", nennt Zorc diese Zielsetzung - weiß aber auch, dass er sich gegen die Erwartungen schwer zu Wehr setzen kann. Schon gar nicht in der aktuellen Form seiner Mannschaft.

Tuchel: Fokussierung nicht verlieren

Gegen den russischen Vertreter FK Krasnodar startet der Bundesliga-Tabellenführer am Donnerstag (18.45 Uhr LIVE und kostenlos in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKERHIGHLIGHTS ab 23 Uhr im TV auf SPORT1) in den Wettbewerb.

Das Endspiel am 18. Mai 2016 in Basel ist für die Dortmunder nicht nur faktisch, sondern auch in Gedanken noch weit weg.

"Den Blick zu weit nach vorne zu richten, birgt nur die Gefahr, die Konzentration und die Fokussierung zu verlieren", sagte BVB-Trainer Tuchel bei der Pressekonferenz am Mittwoch auf SPORT1-Nachfrage.

Vom Finale will der 42-Jährige zum jetzigen Zeitpunkt nicht sprechen. Aber: "Wir sehen uns als Herausforderer für die Spitze, sei es in der Bundesliga, im DFB-Pokal oder auch in der Europa League", betonte Tuchel.

Selbst Rummenigge lobt

Für viele Experten, von Franz Beckenbauer bis SPORT1-Kolumnist Fredi Bobic, ist der achtmalige Deutsche Meister mehr als ein Herausforderer.

"Sie können durchaus die Europa League holen", traut auch Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge der Borussia den ganzen großen Coup zu.

Andreas Möller nimmt bei SPORT1.fm sogar noch den Erzrivalen der Schwarzgelben mit ins Boot. "Für mich sind Schalke und Dortmund Favoriten auf den Titel. Ich hoffe, dass sie einen langen Atem haben und bis zum Schluss mit dabei sind", so der Weltmeister von 1990, der die Europapokal-Saison als SPORT1-Experte begleiten wird.

Reus: "Ein sehr langer Weg"

Auch im BVB-Team lassen die Akteure keinen Zweifel daran, auf wen der Konfettiregen in acht Monaten im Baseler St. Jakob-Park niederregnen soll.

"Wenn wir in der Europa League unser Spiel durchdrücken, haben wir gute Chancen, weit zu kommen", hatte Marco Reus zu SPORT1 schon nach der erfolgreichen Qualifikation gegen Odds BK gesagt.

"Unser Ziel muss es sein, ins Finale zu kommen. Die Fähigkeiten dazu haben wir. Aber das ist ein sehr langer Weg", meinte der Offensivspieler, der gegen Krasnodar wegen seiner Zehenverletzung ausfällt.

Im Europa-League-Ranking Spitze

Senkrechtstarter Julian Weigl formuliert es vor dem Gruppen-Auftakt mit neun Pflichtspielsiegen im Rücken nicht weniger ehrgeizig.

"Ich denke, Marco liegt nicht so falsch mit seiner Diagnose", meinte der 20-Jährige am Mittwoch. "Wir haben auf jeden Fall die Chance, bei diesem Turnier vorne mitzuspielen, das sollte schon unser Ziel sein", so Weigl.

Bereits vor dem Start ist der BVB also mehr als nur Herausforderer: Nicht zufällig sind die Champions-League-erfahrenen Dortmunder unter den 48 Teilnehmern der Europa League im UEFA-Ranking der topgesetzte Klub.

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