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Mönchengladbach - Der Saisonstart ging komplett in die Hose, vor der Premiere in der Königsklasse befindet sich Gladbach in der Krise. Doch der Auftakt in Sevilla soll auch eine Chance sein.

Lucien Favre musste erst einmal etwas klarstellen.

Eine erste Krise? Klar. Fehlende Stabilität? Ja, auch das. Ein völlig verpatzter Saisonstart mit vier Niederlagen in vier Spielen? Natürlich. Alles nicht von der Hand zu weisen. Aber ein Vergleich mit Borussia Dortmund?

Das geht dem Schweizer dann doch zu weit.

"Nichts zu tun mit dem BVB"

"Wir haben nichts zu tun mit BVB. Das ist etwas anderes, wir haben eine andere Mannschaft, das ist nicht zu vergleichen", sagte der Trainer von Borussia Mönchengladbach vor dem Auftaktspiel in der Champions League beim FC Sevilla am Dienstag (ab 20.45 Uhr, im LIVETICKER).

Gewisse Parallelen sind sicher nicht zu verkennen. Etwa die Tatsache, dass in Gladbach der Saisonstart völlig konträr zu den Erwartungen und der vorhandenen Qualität komplett in die Hose ging. Oder dass Abläufe und Automatismen plötzlich nicht mehr vorhanden sind, unerklärliche Fehler en Masse gemacht werden. Und das Selbstvertrauen komplett flöten gegangen ist.

Und das alles ausgerechnet vor der Premiere in der Königsklasse. Dem ersten Auftritt auf der ganz großen Fußball-Bühne.

Doch da musste dann auch Yann Sommer etwas klarstellen.

Eine gewisse Galligkeit

"Nur weil wir in der Bundesliga vier Spiele verloren haben, sitzen wir nicht wie ein Häufchen Elend in der Kabine und wissen nicht, was los ist", sagte der Torhüter der Borussia. Auch Manager Max Eberl hat nach dem schlechtesten Saisonstart in der Vereinsgeschichte eine gewisse Galligkeit ausgemacht.

Eine Jetzt-erst-Recht-Einstellung, kombiniert mit einer gehörigen Portion Trotz möglicherweise. Schließlich war bei Gegnern wie Sevilla, Manchester City und Juventus Turin bereits im Vorfeld von der "Todesgruppe" die Rede.

Angesichts der aktuellen Krise gibt es nicht wenige, die Gladbach endgültig nur noch als Punktelieferanten sehen. Doch daraus zieht die Borussia eine extra Portion Motivation. Gut möglich, dass bei der Kür Königsklasse die fehlenden Prozente auf den Platz zurückkehren, die bei der Pflicht Bundesliga zuletzt zweifellos gefehlt haben. Die Erwartungen von außen? Sind ohnehin auf den Nullpunkt gesunken.

Nichts zu verlieren

"Wir haben in unserer Vorrundengruppe nichts zu verlieren. Wir sind neu in der Champions League. Diese Rolle kann auch eine Chance sein!, sagte Sommer. "In ein solches Spiel kann man ganz anders gehen als in ein Heimspiel gegen den Hamburger SV, wo die Erwartungshaltung ja auch eine ganz andere ist", sagte Eberl.

Doch Favre muss in Sevilla mal wieder umstellen. Und damit weiter nach der richten Mischung, dem passenden Gerüst suchen. 

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