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Andre Schürrle scheint nach gut einem Jahr in Wolfsburg endlich zu seiner Bestform gefunden zu haben © Getty Images

Wolfsburg - Bei Wolfsburg überwiegt die Freude über den ersten Viertelfinal-Einzug, doch mit der Leistung gegen Gent sind nicht alle zufrieden. Real Madrid träumt schon vom Titel.

Sehr zufrieden mit dem Ergebnis, weniger zufrieden mit der spielerischen Darbietung. So lässt sich die Stimmung beim VfL Wolfsburg nach dem 1:0-Arbeitssieg gegen KAA Gent und dem damit ungefährdeten Einzug ins Champions-League-Viertelfinale zusammenfassen.

Real Madrid, dank des 2:0-Erfolgs gegen den AS Rom ebenfalls in der Runde der letzten Acht, träumt indes schon vom Titel.

SPORT1 fasst die wichtigsten Stimmen von Sky zusammen.

Andre Schürrle (VfL Wolfsburg): "Wir wussten vor dem Spiel, dass Gent kommen muss. Wir wollten gut verteidigen, auf unsere Chancen lauern. Am Ende war unser Sieg verdient, weil Gent keine hundertprozentige Torchance hatte und wir unsere Qualität ausspielen konnten. Julian machte das überragend und servierte mit den Ball butterweich."

Über seine Form: "Ich habe einfach mein Ding durchgezogen. Ich wusste, dass der Erfolg wieder kommt. Ich musste das Glück auch erzwingen. Ich bin einer, der auch viel für sich selbst macht. Deshalb bin ich froh, dass es jetzt so gut läuft, wir als Mannschaft auch besser spielen und zum dritten Mal in Folge gewonnen haben. Diesen positiven Trend wollen wir nun fortsetzen."

Julian Draxler (VfL Wolfsburg): "Wir haben sehr hart für das Weiterkommen gearbeitet. Für uns als Mannschaft ist es etwas ganz Besonderes, weil wir einen langen Weg gegangen sind und für den Verein ist es umso schöner, weil es der erste Viertelfinaleinzug überhaupt ist. Man wird anders wahrgenommen in Europa. Das ist wichtig. Es war heute auf keinen Fall einfach. Wir wollten das Spiel gewinnen, was uns letztlich auch gelang, aber wegen der Ausgangslage nicht auf Teufel komm raus nach vorne spielen. Am Ende war es eine glanzlose, aber abgeklärte Leistung von uns und ein verdienter Sieg."

Über sein Wohlbefinden: Ich musste schon sehr auf die Zähne beißen. Die Champions League ist etwas Besonderes, da will man nicht raus. Ich hatte ab der 25. Minute starke Schmerzen im Oberschenkel und nahm dann kurz vor der Pause eine Schmerztablette. Wir sprachen auch in der Pause über einen möglichen Wechsel, doch ich hielt bis zur 75. Minute durch und ließ mich dann nach dem Tor auswechseln, weil es von diesem Zeitpunkt an ohnehin nur noch aufs Verteidigen ankam - und darin bin ich bekanntlich kein Experte (lacht)."

Dieter Hecking (Trainer VfL Wolfsburg): "Riesenkompliment an meine Mannschaft, die in beiden Spielen der Favoritenrolle gerecht wurde. In der ersten Halbzeit hatten wir nicht den Zugriff aufs Spiel. Gent hat uns mit Diagonalbällen immer wieder geärgert. In der zweiten Halbzeit wurde es besser. Josuha Guilavogui hat ein überragendes Spiel gemacht, hat mit Luiz Gustavo das Zentrum zu gemacht. Das Passpiel wurde sauberer, und wir hatten immer mehr Chancen."

Über die Ziele in der Champions League: "Wir wollen so weit wie möglich kommen. Wir sind wahrscheinlich der große Außenseiter, doch du hast im Fußball immer deine Chancen."

Klaus Allofs (Geschäftsführer Sport VfL Wolfsburg): "Das ist sensationell. Zu Saisonbeginn hätten wir sicher nicht daran geglaubt. Wir haben es geschafft, aber es war ein seltsames Spiel. Wir haben nicht den Mittelweg gefunden. Man will nicht in Konter laufen und kein zu großes Risiko gehen, aber man muss solche Mannschaften auch beschäftigen. Ob ein Halbfinal-Einzug realistisch ist? Warten wir mal ab, wer sich qualifiziert. Es sind wohl einige dabei, bei denen es ganz schwer werden würde."

Zinedine Zidane (Trainer Real Madrid): "Es war ein schwieriges Spiel, aber wir haben unser Ziel erreicht: Wir sind ohne Gegentor in die nächste Runde eingezogen. Wir träumen davon, etwas Großes in diesem Wettbewerb zu schaffen. Auf wen wir im Viertelfinale treffen? Das ist nicht wichtig. Wir sind mit dem Gegner zufrieden, den wir zugelost bekommen."

James Rodriguez (Real Madrid): "Das Resultat ist gerecht. Italienische Mannschaften sind immer schwer zu bespielen. Jetzt denken wir an das Viertelfinale. Ob der Champions-League-Sieg möglich ist? Ja."

Luciano Spalletti (Trainer AS Rom): "Wir haben hier eine riesige Chance weggeworfen. Wir hätten es schaffen können, wenn wir unsere Gelegenheiten besser genutzt hätten."

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