vergrößernverkleinern
Raffael und Thorgan Hazard schossen Borussia Mönchengladbach nach Europa © Imago

München und Mönchengladbach - Gladbach stürmt dank Thorgan Hazard und Raffael in die Gruppenphase der Königsklasse. Der Brasilianer verzückt Eberl und Schubert, Hazard seinen berühmten Bruder.

Die Fans von Borussia Mönchengladbach wussten, bei wem sie sich in erster Linie für den furiosen Einzug ihrer Mannschaft in die Gruppenphase der Champions League zu bedanken hatten. 

Thorgan Hazard und Raffael verzauberten den Borussia-Park mit jeweils drei Toren gegen die chancenlosen Young Boys aus Bern. Sowohl für den Belgier als auch für den Brasilianer war es der erste Dreierpack im Trikot des Bundesligisten.

"Das kann auch nicht jeder", lobte Mittelfeldmann Christoph Kramer im Anschluss an das 6:1 im ZDF und sprach von einer "sehr, sehr guten Leistung" des abgezockten Offensiv-Duos. Angesichts der Gala-Vorstellung seiner beiden Teamkollegen klang das fast schon untertrieben - auch wenn sich Berns Defensive phasenweise allzu leicht in ihre Einzelteile zerlegen ließ.

Eden Hazard adelt jüngeren Bruder Thorgan

Eden Hazard, Thorgans großer und bekannter Bruder, geriet da schon mehr ins Schwärmen. Der Superstar des FC Chelsea bejubelte auf Twitter jeden Treffer des zwei Jahre jüngeren Thorgan - und kam am Ende des Abends gar zu dem nicht ganz ernst gemeinten Fazit, die Nummer 10 der Fohlen sei noch besser als er selbst.

Ob nun besser oder schlechter als das Familienmitglied: Thorgan Hazard hat seit der Ankunft von Andre Schubert als Trainer vor knapp einem Jahr einen Quantensprung gemacht. Gleiches gilt für Raffael, der in 34 Pflichtspielen unter dem Nachfolger von Lucien Favre auf nunmehr 35 direkte Torbeteiligungen kommt.

Allein fünf dieser 35 gelangen ihm gegen die Young Boys - neben seinem Dreierpack bereitete er noch zwei Hazard-Tore vor.

Max Eberl: Raffael ein "genialer Fußballer"

"Das ist nicht überraschend. Raffael hat eine hohe Qualität, eine gute Technik und eine gute körperliche Verfassung. Er ist spritzig und schnell - auch gedanklich", lobte Schubert seinen Torgaranten im ZDF. Gladbachs Sportdirektor Max Eberl adelte Raffael als "genialen Fußballer". Er passe "perfekt" zum Verein und der Spielphilosophie Schuberts.

"Raffael will einfach nur Spaß haben", schlussfolgerte Eberl. Das darf er dank seiner eigenen Gala in den kommenden Monaten auch auf der allergrößten Bühne Champions League.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel