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Polizisten vor der Allianz Arena in München
Die Polizei hat die Sicherheitsmaßnahmen rund um das Bayern-Spiel verstärkt © Getty Images

Nach dem Bombenanschlag auf den BVB-Mannschaftsbus werden auch die Sicherheitsmaßnahmen für den FC Bayern und Real Madrid erhöht. Das Polizeiaufgebot wird aufgestockt.

Nach dem Sprengstoff-Anschlag auf den Mannschaftsbus des Bundesligisten Borussia Dortmund sind offenbar auch die Sicherheitsmaßnahmen rund um den deutschen Rekordmeister Bayern München und dessen Gegner Real Madrid verstärkt worden.

Diese beiden Teams treffen am Mittwoch (ab 20.45 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League in München aufeinander.

Alles zu den Ereignissen um den Anschlag auf den BVB-Bus im Ticker

Dabei setzt die Münchner Polizei mehr Beamte ein. "Wir haben die Zahl der Beamten auf 450 aufgestockt", sagte ein Sprecher der Polizei in München. Damit werden 80 Polizisten mehr im Einsatz sein als ursprünglich geplant. Auch die Anfahrtswege werden genau beobachtet.

Zudem soll der Bus der Madrilenen am Spieltag von Polizisten durchsucht werden.

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Das Mannschaftshotel von Real Madrid wurde am Dienstag nach Informationen der Bild bis etwa 20 Uhr ausschließlich von Security bewacht. Anschließend kam die Polizei mit mehreren Mannschaftswagen vom Unterstützungskommando USK zur Hilfe. Insgesamt hatten sich rund 30 Beamte mit schusssicheren Westen um den Hotel-Eingang positioniert.

Der Real-Bus wurde ebenso wie das Bayern-Gefährt jeweils an einen sicheren Ort gefahren. Die Quartiere der beiden Teams wurden die ganze Nacht bewacht.

Keine konkrete Gefährdung

Die Münchner Polize steht "in einem intensiven Informationsaustausch mit der Dortmunder Polizei und weiteren Sicherheitsbehörden", hieß es von Seiten der Behörde . Außerdem wurde explizit hervorgehoben, "dass wir keine Hinweise auf eine konkrete Gefährdung, weder der beiden Mannschaften noch der Fans hier in München, haben".

Das Sicherheitskonzept der Münchner Polizei für die Allianz Arena sei speziell nach dem abgesagten Länderspiel in Hannover im November 2015 nachjustiert und neueren sicherheitsrelevanten Erkenntnissen angepasst worden.

Man könne "mit ruhigem Gewissen" sagen, dass im Stadion und auf den Wegen zum Stadion "ein sehr, sehr hoher Sicherheitsstandard" gewährleistet sei.

Natürlich habe sich die Münchner Polizei wegen des Vorfalls in Dortmund Gedanken gemacht. Deshalb hätten bereits am Dienstagabend zusätzliche Einsatzkräfte die Bereiche um die Hotels der Mannschaften noch genauer im Auge gehabt. 

"Wir werden alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um für einen sicheren Fußballabend zu sorgen. Dabei werden wir auch immer mit einem verhältnismäßigen Aufwand und dem gebotenen Fingerspitzengefühl vorgehen", hieß es abschließend.

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