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Paris - Als einziger aus Bayerns ausgebootetem Star-Quartett stellt sich der Niederländer nach der Pleite in Paris. Interessant ist aber vor allem, was er nicht sagen will.

Franck Ribery und Jerome Boateng verließen den Prinzenpark durch den Hinterausgang, auch Mats Hummels schritt zunächst schweigend an den Journalisten vorbei. Kein Wunder, hatte der Abwehrchef beim 0:3-Debakel in Paris doch 90 Minuten nur auf der Bank gesessen.

Als einer doch mit Nachdruck um ein Statement bat, meinte der Nationalspieler nur: "Das glauben Sie doch jetzt selber nicht, oder?" (Stimmen zum Spiel)

"Das ist nicht der FC Bayern"

Aus dem von Bayern-Trainer Carlo Ancelotti beim Champions-League-Hit bei Paris St. Germain überraschend ausgebooteten Star-Quartett wollte nur Arjen Robben sprechen. Der Niederländer hatte immerhin die letzten 22 Minuten gespielt, beim Zeitpunkt seiner Einwechslung stand die Pleite allerdings schon fest.

"Dass wir 3:0 in der Champions League verlieren, das sind wir nicht gewohnt. Das ist nicht der FC Bayern", meinte Robben. "Das wollen wir nicht, aber leider ist es so."

Viel interessanter waren allerdings die Aussagen des Stürmers auf die drängenden Fragen, die er eigentlich nicht beantworten wollte.

"Da ist jedes Wort zu viel"

Zur unerwarteten Startelf ohne ihn sagte er: "Die Aufstellung ist Sache vom Trainer. Darüber werde ich jetzt nichts sagen, da ist jedes Wort zu viel. Wir brauchen Ruhe in dieser Mannschaft und müssen zusammenhalten."

Angesichts der dürftigen Leistungen sieht der Flügelflitzer bei den Bayern eine Schere zwischen Anspruch und Wirklichkeit. "Unser Kader hat viel Qualität, das kommt im Moment aber nicht so raus. Das ist enttäuschend und vielleicht auch nicht nötig. Wir müssen die Dinge besser machen."

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Zur Nachfrage, ob die Spieler noch hinter dem Trainer stehen, antwortete Robben vielsagend: "Die Frage möchte ich nicht beantworten."

Auch die Mitspieler gaben zu, dass sie mit dem Verzicht gleich mehrerer Stars nicht gerechnet hatten, wollten dies aber nicht als Grund für die Pleite gelten lassen.

"Natürlich ist man immer überrascht, wenn einige gute Spieler nicht spielen", gestand Torhüter Sven Ulreich SPORT1. "Aber daran lag es nicht. Wir haben viele gute Spieler, da kann jeder spielen."

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