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Marco Russ feiert im Pokalviertelfinale gegen Arminia Bielefeld nach überstandener Krebserkranung sein Comeback für Eintracht Frankfurt und hilft, den Sieg zu sichern.

Nach seiner überstandenen Krebserkrankung und knapp zehnmonatiger Leidenszeit hat Marco Russ beim Sieg im DFB-Pokalviertelfinale gegen Arminia Bielefeld sein Comeback für Eintracht Frankfurt gegeben.

Eintracht-Coach Niko Kovac schickte Russ in der Nachspielzeit aufs Feld, um den 1:0-Sieg zu sichern. "Besondere Situation erfordern besondere Maßnahmen", erklärte Kovac im Anschluss bei Sky.

"Ich musste ihn bringen, weil wir in der Schlussphase kopfballstarke Spieler brauchten, denn die Bälle sind nur so in unseren Strafraum hereingeflogen. Das war sehr emotional für uns alle."

"Flaues Gefühl im Magen"

Der 31-Jährige war im vergangenen Jahr an Krebs erkrankt und musste zweimal eine Chemotherapie über sich ergehen lassen.

"Wir hatten uns keinen Zeitpunkt gesetzt, wann ich wieder spielen soll", kommentierte Russ selbst. "In den letzten beiden Wochen habe ich dann komplett mit der Mannschaft trainiert und heute war es so weit. Ich habe den ganzen Tag an diesen Moment gedacht und hatte ein flaues Gefühl im Magen. Aber als ich dann an der Linie stand, habe ich es einfach nur genossen, die Aufregung war weg."

Und weiter: "Mir war wichtig, dass heute alle im Stadion sind, die mich die ganze Zeit begleitet haben. Mein Sohn war leider krank, aber ich habe mich unglaublich gefreut, dass meine Frau und meine Tochter da waren."

Erstes Pflichtspiel seit 285 Tagen

Sein letztes Pflichtspiel für die Hessen, für die Russ seit 2011 unter Vertrag steht, hatte der Innenverteidiger beim Bundesliga-Relegationsspiel gegen den 1. FC Nürnberg am 19. Mai 2016 absolviert. Im Rückspiel fehlte Russ damals wegen einer Gelb-Sperre.

Seit Anfang des Jahres trainiert Russ wieder mit der Mannschaft von Trainer Niko Kovac. In dieser Spielzeit war der Defensiv-Spezialist aber noch nicht für die Eintracht auf dem Platz gestanden.

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