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Schiedsrichter Felix Zwayer nimmt einen Elfmeter für Leipzig zurück. RB-Boss Ralf Rangnick will die Fehlentscheidung klarstellen - und bricht Tumulte vom Zaun.

Schiedsrichter Felix Zwayer hat im Topspiel des DFB-Pokals zwischen RB Leipzig und dem FC Bayern (5:6 n.E.) für großen Ärger gesorgt.

In der 35. Minute beim Stand von 0:0 entschied der Referee zunächst auf Elfmeter, nachdem Arturo Vidal Emil Forsberg zu Boden gebracht hatte. Anschließend besprach er sich jedoch intensiv mit seinem Linienrichter und änderte seine Entscheidung auf Freistoß - ein Fehler! (Alle Reaktionen zum Thriller in Leizpzig im Volkswagen Pokalblog)

"Der Schiedsrichter steht vier Meter neben dem Ball und lässt sich von jemandem überstimmen, der 40 Meter entfernt ist", echauffierte sich RB-Coach Ralph Hasenhüttl in der ARD nach der 5:6-Niederlage nach Elfmeterschießen. "Tut mir leid, aber dann spielen wir künftig nur noch mit Linienrichtern. Das Foul war auf der Linie und die gehört zum Strafraum. So eine Aktion ist für mich von außen schwer nachzuvollziehen. Da kann man nur mit dem Kopf schütteln."

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Emil Forsberg wurde von Arturo Vidal zu Fall gebracht © Getty Images

RB-Sportchef Ralf Rangnick war Schiri Zwayer beim Gang in die Halbzeitpause hinterhergelaufen und wollte ihm ein Video - vermutlich von der Strafstoß-Szene - auf seinem Smartphone zeigen.

Hummels und Co. drängen Rangnick weg

Allerdings drängten die hinzugeeilten Bayern-Spieler Mats Hummels, David Alaba und Sven Ulreich Rangnick umgehend weg.

"Es geht natürlich nicht, mit dem Handy zum Schiedsrichter zu gehen und ihm Szenen zu zeigen", sagte Mats Hummels nach der Partie. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass das erlaubt oder gewollt ist. Sonst haben die Schiedsrichter ja demnächst nur noch Verantwortliche um die Ohren, die ihnen Szenen zeigen wollen."

Laut ARD gingen die Tumulte im Spielertunnel weiter. Der Schiedsrichter und Rangnick wurden dabei voneinenander getrennt, als der RB-Boss erneut das Handyvideo zeigen wollte.

Offenbar gab es danach ein Innenraumverbot für den RB-Sportchef.

Hummels habe Rangnick gesagt, "dass er es nicht nötig hat und dass es sein kann, dass es Elfmeter war - er es aber nicht ändern kann. Und dass es unsportlich ist. Ich bin dabei relativ sachlich geblieben. Und ein Innenraumverbot gab es ja nicht für mich." 

Vidal hatte Forsberg zwar vor dem Strafraum am Trikot festgehalten, brachte ihn jedoch erst mit einer Beinschere zu Fall - die auf der Strafraumlinie stattfand. Diese zählt zum Sechzehnmeter-Raum, Elfmeter wäre also die richtige Entscheidung gewesen.

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Forsberg zirkelte den Freistoß aus 17 Metern anschließend an die Oberkante der Latte, Vidal sah für sein Foul die Gelbe Karte.

Videobeweis erst ab Viertelfinale

Im DFB-Pokal gibt es im Gegensatz zur Bundesliga erst ab dem Viertelfinale den Videobeweis, Zwayer konnte sich also nicht auf einen den Video-Assistenten verlassen.

Nach 67 Minuten gab es dann Elfmeter für Leipzig - und auch dieser Pfiff war umstritten: Yussuf Poulsen war an der Strafraumkante gegen das Standbein von Jerome Boateng gelaufen und daraufhin zu Fall gekommen. Zwayer entschied auf Strafstoß, Forsberg verwandelte sicher zum 1:0.

Die Entscheidung im Spiel fiel ebenfalls vom Punkt: Der FC Bayern setzte sich mit 6:5 nach Elfmeterschießen durch, Timo Werner vergab den entscheidenden Strafstoß.

"Uns wurde ein Spiel kaputt gemacht, vielleicht sogar zwei. Wir haben 75 Minuten in Unterzahl gespielt, das wird man auch am Samstag merken," sagte Hasenhüttl. "Es hätte in der zweiten Halbzeit noch Elfmeter geben müssen, wo Augustin im Strafraum gefoult wurde."

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