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Nach den Anschlägen in Paris kehrt das Nationalteam in die Heimat zurück. Der Verband plant um. Zuvor wird fieberhaft über die Ausreise verhandelt. Die Politik bietet Hilfe an.

Nach den Terroranschlägen in Paris war die deutsche Nationalmannschaft in den Katakomben des Stade de France gefangen. Die Nacht auf Samstag verbrachten die Spieler aus Sicherheitsgründen in der Kabine.

Im Organisationsstab versuchte man dennoch fieberhaft, eine nächtliche Abreise aus der französischen Hauptstadt zu organisieren. Interimspräsident Reinhard Rauball telefonierte um halb drei morgens mit Bundesinnenminister Thomas de Maiziere und verhandelte über eine mögliche Ausreise per Bundeswehr-Flugzeug. "Er hat sich bereit erklärt, eine Maschine rüber zu schicken", sagte Rauball am Samstagmittag, nachdem der DFB-Tross sicher in Frankfurt gelandet war.

Der Einsatz des Luftwaffen-Jets kam letztlich doch nicht zustande, weil Sicherheitsexperten die Stadion-Katakomben in Paris als sicher einstuften. Am frühen morgen brach das Nationalteam dann gen Flughafen Charles de Gaulle auf, von wo es Richtung Main-Metropole ging. 

Von dort aus reisten die Spieler direkt zu ihren Familien weiter. Die DFB-Verantwortlichen hatten dem Team nach den Geschehnissen frei gegeben. Die Bayern-Spieler Manuel Neuer, Thomas Müller und Jerome Boateng reisten direkt nach München weiter.

Ursprünglich wollte der Verband am Sonntagmorgen nach Hannover weiterreisen, wo am Dienstag das Länderspiel gegen die Niederlande stattfinden soll. Ob die Partie nach den Geschehnissen tatsächlich ausgetragen wird, ist noch ungewiss. 

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