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Mehmet Scholl spielte von 1992 bis 2007 beim FC Bayern
Mehmet Scholl spielte von 1992 bis 2007 beim FC Bayern © Getty Images

Mehmet Scholl übt - vor dem starken Spiel gegen Italien - heftige Kritik an Mario Götze. Er müsse "viel, viel mehr" trainieren - und brauche dringend Hilfe.

Mehmet Scholl hat scharfe Kritik an Mario Götze geübt. Der WM-Held müsse "viel, viel mehr trainieren", sagte der Europameister von 1996 vor dem Länderspiel gegen Italien in der ARD.

Irgendjemand müsse dem 23-Jährigen, der beim FC Bayern unter Trainer Pep Guardiola meist außen vor ist, "auf die Sprünge helfen, ihn anstupsen", ergänzte der ehemalige Münchner.

Verglichen mit seiner Zeit bei Borussia Dortmund sei Götze ein Schatten seiner selbst: "Er war ein Pfeil, so schnell, athletisch", sagte Scholl, davon sei er aktuell aber weit entfernt.

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Götze gibt die Antwort - Scholl würdigt es

Der Finaltorschütze der WM 2014 tat in seinem 50. Länderspiel das Beste, was er gegen die Kritik tun konnte: Er lieferte eine überzeugende Partie ab und traf in der 45. Minute zum 2:0 - was auch Scholl würdigte: "Er macht ein gutes Spiel." Nicht zufällig in der Nationalelf, wie der Experte meint: "Das hat sicher viel mit Jogi Löw zu tun."

Der äußerte sich nach dem deutschen Sieg ebenfalls über Götze - mit einem expliziten Lob für Götzes Einstellung: "Mario hat es sich selbst hart erarbeitet. Er hat zusätzliche Trainingseinheiten gemacht. Ich hoffe, es gibt ihm Selbstbewusstsein für die nächsten Wochen."

Nach einer schweren Muskelverletzung beim EM-Qualifikationsspiel in Irland (0:1) am 7. Oktober sucht Götze weiterhin den Anschluss beim FC Bayern und Pep Guardiola - der beim Italien-Spiel im Stadion sitzt.

Zuletzt verdichteten sich die Gerüchte, er könne den Rekordmeister nach drei Jahren eine Saison vor Ablauf seines Vertrages verlassen und zurück zum BVB wechseln.

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