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Mats Hummels wechselt nach der EM zum FC Bayern
Mats Hummels wechselt nach der EM zum FC Bayern © Getty Images

München - Mats Hummels ist enttäuscht von der Reaktion einiger BVB-Fans nach dem Pokalfinale gegen Bayern. Der EM-Auftakt ist für den Weltmeister in großer Gefahr.

Das hatte sich Mats Hummels wohl ganz anders vorgestellt.

Mit dem Pokaltitel wollte sich der Weltmeister im Guten von Borussia Dortmund und ihren Fans verabschieden. Mit dem Titel und dem vollzogenen Wechsel zum FC Bayern wollte er mit Schwung und Selbstvertrauen zur Nationalmannschaft reisen, um mit dieser bei der EM anzugreifen.

Doch das war nur der Plan. Die Realität sieht anders aus.

Enttäuschung über Fans

Dortmund verlor das Pokalfinale gegen die Bayern, Hummels musste dabei vorzeitig verletzt das Feld verlassen. Viele BVB-Fans unterstellten ihrem bisherigen Kapitän, er habe sich absichtlich auswechseln lassen. Selbst mit Trainer Thomas Tuchel gab es im Anschluss Meinungsverschiedenheiten über die Leistung und darüber, von wem der Impuls zur Auswechslung kam.

Im Nachhinein stellte sich die Blessur als Muskelfaserriss heraus, der EM-Auftakt ist für ihn akut in Gefahr.

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Hummels - verletzt und enttäuscht. Besonders die Reaktion der BVB-Anhänger geht ihm nahe.

"Ich fand diese Debatte schwer enttäuschend. Dass die Leute nach achteinhalb Jahren bei Borussia Dortmund überhaupt auf den Gedanken kamen, ich würde mich auswechseln lassen, wenn ich nicht müsste. Was soll meine Motivation gewesen sein?", fragte Hummels der FAS.

Hummels begründet Wechsel

Der 27-Jährige, der beim FC Bayern einen Fünfjahresvertrag bis zum 30. Juni 2021 unterschrieben hat, erklärte zudem die Gründe für seinen Wechsel.

"In Dortmund wäre mein weiterer Weg ja vorprogrammiert gewesen. Ich wäre wahrscheinlich Kapitän geblieben die nächsten Jahre, wir hätten auch mit großer Wahrscheinlichkeit etwas gewonnen, was die Jungs so jetzt bestimmt auch tun werden", sagte Hummels: "Aber ich wollte nochmal einen neuen Reiz setzen."

Er habe viel Verständnis für seinen Entschluss bekommen. "Die einzigen beiden Orte, an denen es Anfeindungen gab, waren das Stadion und das Internet", meinte der Innenverteidiger.

Die Verletzung mit dem drohenden Ausfall zum EM-Auftaktspiel bereitet ihm weniger Sorge: "Ich habe für mich persönlich auch kein Problem, wenn es das zweite oder dritte wird - Hauptsache, bei hundert Prozent, anders kann ich der Mannschaft auch nicht helfen."

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