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Mehmet Scholl bedauert seine Spitze gegen Urs Siegenthaler © Getty Images

ARD-Experte Mehmet Scholl bedauert seine bissige Attacke gegen Löw-Chefscout Urs Siegenthaler. Zu seiner Dreierketten-Kritik allerdings steht er.

Mit seiner scharfen Kritik an Joachim Löw nach dem Deutschland-Italien-Spiel hat Mehmet Scholl eine Menge Wirbel ausgelöst.

Nun hat sich der ARD-Experte entschuldigt - allerdings nur für seine Spitze gegen Löws Chefscout.

"Diesen flapsigen Spruch Richtung Urs Siegenthaler hätte ich mir schenken können. Der war nicht angebracht", sagte Scholl vor der Übertragung des Halbfinals zwischen Portugal und Wales: "Ich schaue die deutschen Spiele mit viel Emotion. Da passiert es, dass ich mal Gehirn-Schluckauf bekomme."

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"Spruch ungut, Analyse bleibt"

Scholl hatte sich Siegenthaler als mutmaßlichen Urheber der von ihm kritisierten Dreierketten-Strategie herausgepickt und erklärt, der Schweizer "möge bitte seinen Job machen, morgens liegenbleiben, die anderen zum Training gehen lassen und nicht mit irgendwelchen Ideen kommen".

Ansonsten steht Scholl nach wie vor zu seiner Kritik: "Alles was ich zum Thema Analyse und Beratung gesagt habe, sehe ich auch Tage später noch ganz genauso, da gibt es nichts zurückzurudern." Weiter mochte Scholl sich nicht äußern und stattdessen den "Deckel drauf" machen. Sein Fazit: "Spruch ungut, Analyse bleibt."

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Scholl steht zu Kritik an Dreierkette

Scholl hatte in der ARD-Übertragung nach dem Sieg im Elfmeterschießen Siegenthaler "und Konsorten" als Fehler-Einflüsterer bei Bundestrainer Joachim Löw ausgemacht und vor fast 30 Millionen TV-Zuschauern darüber geschimpft, dass Siegenthaler Löw falsche Tipps gebe - wie eben den mit der Dreierkette gegen Italien.

Diese Umstellung betrachtete Scholl als grundfalsch: "Warum bringt man eine Mannschaft, die so funktioniert hat, in diese Situation, dass man sagt, man muss sie an den Gegner anpassen?"

Scholls Kritik an Siegenthaler und seinem vermeintlich übergroßen Einfluss auf Löw hatte heftige Diskussionen ausgelöst - und war von Löw und auch von DFB-Manager Oliver Bierhoff scharf zurückgewiesen worden.

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