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Italy v Germany - International Friendly
Joachim Löw war mit der Abwehrleistung der deutschen Mannschaft zufrieden © Getty Images

Mailand - Nach dem 0:0 gegen Italien bilanziert Bundestrainer Joachim Löw die Defensivleistung. Yannick Gerhardt freut sich über sein Debüt, Thomas Müller ist überrascht. Stimmen.

Die deutsche Nationalmannschaft hat das Jahr 2016 mit einem 0:0 in Italien beendet. Nach ordentlichem Beginn gelang der Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw nach der Pause nicht mehr viel.

"Da haben wir uns auch ein bisschen hinten rein drücken lassen", sagte Thomas Müller. Müller zeigte sich überrascht über die heftigen Reaktionen auf seine Äußerungen nach dem Spiel in San Marino am Freitag.

Der Bundestrainer stellte heraus, dass seine Mannschaft zum sechsten Mal in Folge ohne Gegentor geblieben war und zog ein positives Fazit des EM-Jahres.

SPORT1 fasst die Stimmen aus der ARD und der Mixed Zone zusammen.

Bundestrainer Joachim Löw: "Wir haben es in der ersten Halbzeit gut nach vorne gemacht, in der zweiten Halbzeit sind wir leider nicht mehr zum Torabschluss gekommen. Taktisch gesehen haben wir es über weite Strecken gut gemacht. Wir haben bewusst gewechselt und Mats Hummels herausgenommen, dadurch aber leider etwas an Stabilität verloren. Das hat uns ein bisschen weh getan. Auf der anderen Seite braucht ein junger Spieler wie Jonathan Tah auch solche Spiele vor so einem Publikum. Von daher kann man absolut zufrieden sein. Wir können wichtige Erkenntnisse mitnehmen. Die Mannschaft hat sehr engagiert gespielt und zum sechsten Mal in Folge zu Null gespielt. Das muss man auch positiv sehen."

Über Debütant Yannick Gerhardt: "Er hat es sehr engagiert gemacht und versucht, Dynamik einzubringen. Es war ein sehr ansprechendes Debüt."

Sein Fazit des EM-Jahres: "Nach der EM haben wir ein paar Wochen gebraucht, um das zu verarbeiten. Wir haben danach ein paar gute Spiele gemacht, sehr engagiert gespielt."

Thomas Müller (Kapitän): "Wir haben zwei unterschiedliche Halbzeiten gesehen. In der ersten haben wir es gut gemacht. In der zweiten hat Italien viel mehr Druck gemacht, da haben wir uns auch ein bisschen hinten rein drücken lassen. Aber trotzdem Kompliment an die Truppe, wir haben viele gute Jungs in Deutschland. Ich bin stolz, sie heute als Kapitän aufs Feld geführt zu haben."

Zum Protestbrief aus San Marino: "Ich war schon bisschen überrascht. Es war nicht in diese Richtung gemeint. Ich habe mich ehrlich und seriös geäußert und wollte beide Seiten darstellen. Ich werde mich dazu nochmal äußern."

Zu Dortmund gegen Bayern: "Von der Spielzeit war alles okay. Wir haben auch genügend Pausen bekommen. Dementsprechend: Alles im grünen Bereich für beide Vereine."

Benedikt Höwedes: "Es war ganz ordentlich, in der ersten Halbzeit waren wir dominant, hatten viel Ballbesitz und ein gutes Positionsspiel. In der zweiten Halbzeit war Italien bei Kontern gefährlich, das ist ihre Stärke. Da hatten sie Übergewicht. Insgesamt geht das 0:0 in Ordnung. Die Italiener spielen körperbetont und haben gute Abläufe, deswegen gab es auch gute Chancen für sie."

Yannick Gerhardt (Debütant): "Dieses Spiel wird mir für immer in Erinnerung bleiben. Ich bin überglücklich, dass ich mein Debüt geben konnte und hoffe, dass ich das Selbstvertrauen mit in den Verein nehmen kann."

Bernd Leno: "Wir können mit dem Ergebnis leben. Wir wollten zu Null spielen, das haben wir geschafft. Vorne hätten wir ein bisschen mehr Durchschlagskraft gebraucht, dann hätten wir das Spiel gewinnen können. Im Großen und Ganzen haben wir ein gutes Spiel gemacht."

Giampiero Ventura (Trainer Italien): "Das war ein gutes Ergebnis. Wir wollten uns weiter entwickeln. Das ist uns gelungen. Unsere Leistung war gut. Ich blicke positiv in die Zukunft."

Mats Hummels: "Wir sind auf jeden Fall zufrieden. Wir haben heute einige neue Spieler gesehen. Später haben wir dann auch viel gewechselt. Trotzdem war die erste Halbzeit sehr gut. Wir hatten das Gefühl, alles unter Kontrolle zu haben. Am Ende des Tages kann man sagen, dass wir mehr gute als schlechte Sachen gesehen haben."

Zur Entwicklung im Nachwuchsbereich: "Es ist beeindruckend, wie viele Talente schon seit langer Zeit nachkommen. Alle zwei Jahre kommt ein Haufen junger Spieler nach, die man direkt reinwerfen kann. Ich hoffe natürlich, dass die Entwicklung so weiter geht, dass weiterhin so gut ausgebildete Spieler kommen. Auch von der Mentalität her, das gefällt mir sehr gut."

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