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Nur drei Profis von Borussia Dortmund stehen im Kader für die EM. BVB-Boss Hans-Joachim Watzke versteht die Welt nicht mehr und kritisiert Jogi Löw.

Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke von Borussia Dortmund hat die EM-Nominierung von Bundestrainer Joachim Löw kritisiert.

"Dem deutschen Fußball muss es richtig gut gehen, wenn man vom Team, das 78 Punkte geholt hat, nur drei Spieler mitnimmt", sagte der BVB-Boss in Anspielung auf die starke Saisonbilanz des Vizemeisters.

Erik Durm und Marcel Schmelzer fanden keinen Platz in Löws vorläufigem 27-Mann-Aufgebot. Im Fall von Schmelzer hat der Zoff zwischen Watzke und Löw bereits eine lange Vorgeschichte.

2012 redete Löw öffentlich Schmelzers Qualitäten klein und hielt fest, er könne sich leider eine Alternative auf der Linksverteidiger-Position "auch nicht schnitzen". Er entschuldigte sich danach für seine harte Aussage, lässt Schmelzer dennoch seit längerer Zeit links liegen.

Erst vor sechs Wochen schimpfte Watzke, nachdem Schmelzer auch für die Länderspiele gegen England und Italien nicht berücksichtigt worden war: "Es gibt nicht einen Grund, der gegen Schmelzer als Nationalspieler spricht. Zumal er in dieser Saison unfassbar konstant starke Leistungen zeigt. Es stößt ja längst nicht nur bei mir auf Unverständnis, dass man an ihm komplett vorbeigeht."

Auch die SPORT1-Experten Peter Neururer und Olaf Thon kritisierten im Bitburger Fantalk Löws Entscheidung.

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Umso mehr freute sich Watzke über die erste Nominierung von Dortmunds Shootingstar Julian Weigl. "Ich war schon im Vorfeld darüber informiert und habe extra Gewichte besorgt, damit er nicht abhebt", sagte der 56-Jährige weiter.

"Es ist komplett verdient. Julian hat eine großartige Zukunft vor sich, wenn er auf dem Boden bleibt und alles mitnimmt, was sich ihm hier bietet."

Weigl berichtete von seiner ersten Berufung in den DFB-Kader immer noch geradezu euphorisiert.

"Der Moment, als der Anruf kam, war unbeschreiblich. Ich kannte die Nummer nicht und bin einfach rangegangen", sagte der 20 Jahre alte Mittelfeldspieler einen Tag nach seiner Nominierung für den vorläufigen EM-Kader der deutschen Nationalmannschaft: "Ich habe mich riesig gefreut und bin zuhause im Dreieck gesprungen. Die Nationalelf war schon immer mein Traum."

Neben Weigl nominierte Löw noch die beiden Dortmunder Profis Marco Reus und Mats Hummels, der zur kommenden Saison zum FC Bayern wechseln wird.

 

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