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FBL-EURO-2016-ESP-TRAINING
Es kann nur einen geben: Wer darf das spanische Tor hüten? © Getty Images

Spaniens Nationaltrainer Del Bosque legt sich erst am Spieltag auf einen Torhüter fest. David De Gea hat möglicherweise nicht mehr die besten Karten.

Spaniens Nationaltrainer Vicente del Bosque lässt die Torwartfrage nach dem Sexskandal beim Titelverteidiger bis kurz vor dem EM-Auftakt offen. Der 65-Jährige werde sich erst am Spieltag festlegen, ob David De Gea oder Routinier Iker Casillas am Montag (15 Uhr) gegen Tschechien in Toulouse am Montag (15 Uhr) aufläuft.

"Die Entscheidung fällt morgen", sagte Del Bosque auf einer Pressekonferenz am Sonntag.

De Gea (9 Länderspiele), gegen den am Freitag schwere Vorwürfe im Zusammenhang mit einer Sex-Party erhoben worden waren, hatte bislang beste Karten, erstmals als Nummer eins in ein großes Turnier zu starten und Casillas (167 Länderspiele) zu verdrängen.

Nun könnte "San Iker", der nach den EM-Titeln von 2008 und 2012 sowie dem WM-Triumph 2010 als nationales Heiligtum verehrt wird, doch wieder auflaufen.

"Das war keine schöne Sache, aber die ganze Mannschaft steht hinter ihm", sagte Sergio Ramos über die Vorwürfe gegen De Gea: "Wir haben zusammen ein großes Ziel und freuen uns auf die Titelverteidigung."

Der 30-jährige Verteidiger, der vor zwei Wochen mit Real Madrid die Champions League gewann, gehört wie Casillas, Andrés Iniesta, Cesc Fàbregas und David Silva zur Goldenen Generation der Spanier und könnte sich mit dem dritten EM-Titel in Serie endgültig unsterblich machen.

"Wir wollen die Ära für unser Land fortführen", sagte Ramos. Mit einem guten Abschneiden wollen die Spanier zudem das Vorrunden-Aus bei der WM vor zwei Jahren in Brasilien vergessen machen.

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