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Spaniens Torwart David De Gea soll eine Frau 2012 mit Gewalt gezwungen haben, mit Iker Muniain und Isco Sex zu haben. Der Keeper streitet die Vorwürfe strikt ab.

Am Montag steigt Titelverteidiger Spanien gegen Tschechien in die EM 2016 ein.

Unmittelbar vor dem Turnierstart erschütterte aber ein mutmaßlicher Sex-Skandal Spanien und die Nationalmannschaft.

Im Mittelpunkt: Manchester Uniteds Torwart David De Gea, Mittelfeldspieler Isco von Real Madrid und Stürmer Iker Muniain von Athletic Bilbao.

Muniain und Isco sollen Frau vergewaltigt haben

De Gea wird offenbar vorgeworfen, im Jahr 2012 eine Frau zum Sex mit seinen damaligen U21-Mannschaftskollegen Isco und Muniain gezwungen zu haben. De Gea soll dabei auch physische Gewalt angewendet haben. Selbst soll er keinen Sex mit der Frau verlangt haben.

In einer Pressekonferenz stritt der Torhüter die Vorwürfe am Freitag strikt ab: "Das ist eine Lüge. Ich war über diese Meldung genauso überrascht wie alle anderen. Wenn es möglich ist, gibt mir das nur noch mehr Kraft. Ich habe die Unterstützung meiner Teamkollegen." Er ergänzte: "Wer mich gut kennt, der weiß, dass das nicht wahr ist." Seine Familie nehme die ganze Angelegenheit sehr gelassen hin, gab er noch zu verstehen, "das Ganze", schloss er, "ist nun in den Händen meiner Anwälte."

Auch Muniain erklärte die Meldungen zu den Vorwürfen in einem kurzen Statement für falsch und kündigte an, einen Anwalt einschalten zu wollen: "Ich hoffe, dass mir meine Fans in dieser Sache vertrauen und Glauben schenken." Isco zeigte sich auf Twitter empört von den vermeintlichen Anschuldigungen und sprach von einem Fehler und einer großen Ungerechtigkeit. 

Polizei-Protokoll veröffentlicht

Die spanische Zeitung El Diario hatte zuvor das Protokoll einer polizeilichen Vernehmung eines Zeugen, in dem dieser in diesem Zusammenhang De Gea als Organisator und Muniain als Vergewaltiger nennt, veröffentlicht. El Confidencial behauptete, dass es sich beim zweiten angeblichen Vergewaltiger um Isco handeln soll.

Laut Independent soll De Gea gar aus dem EM-Kader gestrichen worden sein, dies war jedoch nicht der Fall. 

Im Gegensatz zu De Gea, der bei der EM Spaniens Nummer 1 sein soll, haben es Isco und Muniain nicht in den EM-Kader geschafft.

Ermittlungen gegen Pornoregisseur

Die schlimmen Vorwürfe sind im Zuge von Ermittlungen gegen einen spanischen Porno-Regisseur ans Licht gekommen. Dieser sitzt seit April in Haft, ihm wird unter anderem vorgeworfen , Filme mit Minderjährigen gedreht und diese zu sexuellen Handlungen gezwungen zu haben.

Die Ermittler sollen den Zeugen, der sich im Zeugenschutzprogramm befindet, als glaubwürdig einstufen. Das mutmaßliche Opfer De Geas, Muniains und Isco soll nicht minderjährig gewesen sein. 

Ob ein Verfahren gegen die drei Fußballer eingeleitet wurde, ist unklar. 

In einer von der spanischen Zeitung Marca durchgeführten Umfrage sprachen sich 63 Prozent der Teilnehmer dafür aus, De Gea sofort aus dem Kader der Seleccion rauszuschmeißen und nach Hause zu schicken. Das war, bevor sich der Keeper zu Wort meldete. 

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