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An Cristiano Ronaldo scheiden sich die Geister. Auch Oliver Kahn ist hin- und hergerissen. Nach Ronaldos Auftritt gegen Kroatien ist der ZDF-Experte bitter enttäuscht.

Mit einem 1:0-Sieg nach Verlängerung schoss sich Portugal gegen Kroatien ins Viertelfiinale der EM in Frankreich. Doch die zuvor geschürten hohen Erwartungen wurden von beiden Teams bitter enttäuscht.

Auch Portugals Superstar Cristiano Ronaldo enttäuscht auf ganzer Linier und blieb seltsam blass. Erst in der 117. Minute schoss der Torjäger von Real Madrid zum ersten Mal auf das Tor von Kroatiens Keeper Danijel Subasic. Der konnte die Kugel zwar noch abwehren, aber der eingewechselte Ricardo Quaresma staubte ab und drückte den Ball per Kopf über die Linie.

Kahn kritisiert Ronaldo

So ließ Oliver Kahn nach der Partie kein gutes Haar an Ronaldo. "Gesehen? Wo hast du den gesehen? Ich habe den nicht gesehen. Natürlich kann man sagen, er habe sich in den Dienst der Mannschaft gestellt. Aber er hat in vielen Situationen überhaupt nicht mehr anwesend gewirkt. Ich weiß nicht, ob der fit war. Sein Bewegungsablauf wirkte das ein oder andere Mal ein wenig unrund", erklärte der ehemalige Nationalkeeper als Experte im ZDF.

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Dabei hatte sich Kahn vor der Partie noch schützend vor Ronaldo gestellt und den Stürmer nach dessen Ausraster bei einem Morgenspaziergang verteidigt. Der Portugiese hatte ein Mikro eines Journalisten in einen See geworfen.

"Die Frage ist, wie da ein Kameramann und ein Mikro hinkommen. Vor dem Spiel sollten die Spieler doch ihre Ruhe haben", wunderte sich Kahn im ZDF über das Auftauchen des Reporters portugiesischen Senders CMTV. 

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Ronaldos Reaktion sei bezeichnend gewesen, wie auch sein fast stummer Abgang auf der Pressekonferenz nach der Partie. "Es gehört zu seiner Aura. Diese ganze Inszenierung, auch diese Pressekonferenz wieder", meinte Kahn.

Missen möchte Kahn das aber nicht. "Das macht irgendwie auch Spaß, das ist Unterhaltung. Wir schauen zu, freuen uns, wir lachen. Dann muss er wieder Häme ertragen. Dann haut er wieder einen absoluten Weltklasse-Ball ins Tor", so der TV-Experte.

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