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Das Grimaldi-Forum in Monaco ist mal wieder der Mittelpunkt des europäischen Fußballs © Getty Images

München - Monaco, Neapel, Villarreal, Liverpool: Es klingt nach Champions League, was auf Schalke, Dortmund und Augsburg zukommt. Die Fans erwartet die stärkste UEFA Europa League der Geschichte.

"Cup der Verlierer" wird die Europa League heute ganz bestimmt niemand mehr nennen. Auch nicht Franz Beckenbauer, der den Vorgänger-Wettbewerb UEFA-Cup einst so bezeichnete, seine Meinung aber revidierte, nachdem er mit dem FC Bayern 1996 den Pokal gewann.

Dieses Jahr verbieten sich solche Plattitüden ohnehin. Allein schon wegen des Teilnehmerfelds.

AS Monaco, Celtic, FC Basel, Lazio, Sporting Lissabon, SSC Neapel, Tottenham Hotspur, FC Villarreal, Olympique Marseille, Fiorentina, Liverpool, Besiktas Istanbul, Ajax Amsterdam, Bilbao: Das sind Teilnehmer auf Champions-League-Niveau. Vom BVB und Schalke 04 ganz zu Schweigen.  

Nicht nur der Europacup-Debütant FC Augsburg kann sich auf die attraktivste UEFA Europa League aller Zeiten freuen.

Nach den Playoffs stehen die 48 Teilnehmer nun endgültig fest.

Ab 13 Uhr werden im Grimaldi-Forum von Monaco die Gruppen ausgelost. Ab 12.55 Uhr gibt es einen LIVESTREAM in der Webshow auf SPORT1. Außerdem übertragen wir die Auslosung LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER.

SPORT1 beantwortet hier die wichtigsten Fragen zur Auslosung und zur diesjährigen UEFA Europa League:

Wie setzt sich das Teilnehmerfeld zusammen?

Die 22 Gewinner der Playoffs und zehn Verlierer der Champions-League-Playoffs treffen auf 16 Klubs, die sich bereits durch die letzte Saison direkt qualifiziert haben. Darunter etwa: Schalke, Augsburg, Neapel, Florenz oder Tottenham. Insgesamt nehmen 48 Klubs an der Gruppenphase teil.

Wie wird ausgelost?

Wie in der Champions League werden die 48 Klubs anhand ihres Rankings in der Fünfjahreswertung des UEFA-Klubkoeffizienten auf vier Töpfe verteilt. Maßgeblich für die Setzliste war die die Rangliste der Europäischen Fußballunion am Ende der Saison 2014/15. Schalke und der BVB sind in Topf eins, der FC Augsburg als Debütant in Topf 3.  Aus den Töpfen werden dann zwölf Gruppen gebildet, in jede Gruppe wird ein Team pro Topf gelost.

Ab wann sind deutsche Duelle möglich?

Frühestens ab dem Achtelfinale. Davor können Vereine aus ein und demselben Verband nicht gegeneinander gelost werden.

Wie viel Geld kann man verdienen?

Der BVB kann in dieser Saison rund 45 Millionen Euro verdienen, wenn er es bis ins Finale der Europa League schafft. Grund: Der BVB belegt im aktuellen Fünfjahres-Klubranking der UEFA Platz sieben, bekommt das größte Stück vom Marketing-Kuchen.

Alle anderen Vereine können in der Europa League nicht ganz so viel verdienen, die Unterschiede zur Champions League sind eklatant. Doch ein Verlustgeschäft, wie früher oft kolportiert, ist die Europa League natürlich auch nicht. Im Gegenteil: Jeder Teilnehmer erhält für die Teilnahme an der Gruppenphase 2,4 Millionen Euro. Pro Sieg in der Gruppenphase gibt es 360.000 Euro, in der Zwischenrunde eine halbe Million, fürs Viertelfinale eine Million, für den Sieger 6,5 Millionen Euro. Dazu kommen noch Erlöse aus dem Marketingpool, die gestaffelt nach dem Klubranking ausgeschüttet werden.  

Welche Hammer-Gegner drohen den deutschen Teilnehmern?

Augsburg muss sich als Debütant auf eine sehr schwere Gruppe einstellen. Zwar sind die Schwaben durch die Ergebnisse in den Playoffs noch in Topf 3 gerutscht. Dennoch droht dem FCA beispielsweise eine Gruppe mit Tottenham Hotspur, dem AC Florenz und Partizan Belgrad.

Auch Dortmund und Schalke könnten auf attraktive Gegner treffen: In Topf 2 tummeln sich namhafte Vereine wie der FC Liverpool, Celtic Glasgow, Lazio Rom oder Besiktas Istanbul mit Mario Gomez. Selbst Topf 3 ist mit dem AS Monaco, Fenerbahce Istanbul oder Girondins Bordeaux nicht zu unterschätzen.

Wann finden die Spiele statt?

Die sechs Gruppenspieltage werden jeweils donnerstags zwischen dem 17. September und dem 10. Dezember statt. Die Anstoßzeiten sind 19 Uhr und 21.05 Uhr. SPORT1 wird an jedem Spieltag die Top-Partie LIVE im TV sowie auf SPORT1.de im Online- und Mobile-Livestream zeigen und auch in seinem digitalen Sportradio SPORT1.fm übertragen – insgesamt 15 Partien pro Saison.

Das Finale steigt am 18. Mai 2016 in Basel (LIVE im TV auf SPORT1).

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