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Augsburg - Marwin Hitz, Torwart des FC Augsburg, spricht im SPORT1-Interview über den Europa-League-Hit gegen den FC Liverpool und vergleicht Weinzierl mit Klopp.

Es ist das Schlagerspiel schlechthin in der UEFA Europa League, aus deutscher Sicht zumindest.

Der FC Augsburg empfängt den FC Liverpool und Jürgen Klopp (Do., ab 19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und in unserem Sportradio SPORT1.fm) - und Marwin Hitz fällt dabei eine Schlüsselrolle zu.

Der Schweizer Keeper im Kasten muss verhindern, dass Daniel Sturridge und Co. wertvolle Auswärtstore schießen - damit der FCA beim Rückspiel an der Anfield Road nicht vor einer kaum lösbaren Aufgabe steht.

Im SPORT1-Interview spricht er über die Partie, erklärt, was sein Trainer Markus Weinzierl mit Klopp gemeinsam hat, und warum ihm auch vor dem Gastspiel in Liverpool nicht bange ist.

SPORT1: Marwin Hitz, am Donnerstag ist es so weit, der FC Augsburg empfängt Jürgen Klopp und den FC Liverpool. Wie groß ist die Vorfreude?

Hitz: Wir freuen uns sehr drauf. Es ist ein schönes Spiel für den ganzen Verein und die ganze Stadt. Wir können vier Tage abschalten vom Ligastress und freuen uns riesig auf das Spiel.

SPORT1: Die Generalprobe gegen Bayern ging verloren, was nehmen Sie daraus mit für die Partie gegen Liverpool?

Hitz: Das behalten wir für uns, aber man kann in solchen Spielen viel lernen. Wenn man sieht, wie sich Bayern mit und ohne Ball verhält, kann man sich davon etwas abschneiden und wir versuchen, es gegen Liverpool besser zu machen.

SPORT1: Was verbinden Sie mit den Reds und der Anfield Road?

Hitz: Von der Stimmung an der Anfield Road hat man schon einiges gehört und es ist schön, das im Rückspiel einmal selbst erleben zu dürfen. Jürgen Klopps Rückkehr nach Deutschland macht die ganze Sache natürlich noch interessanter.

SPORT1: Wie auch Klopp ist auch Ihr Trainer eine interessante Persönlichkeit. Klopp hat sich ja "The Normal One" genannt. Wie würden Sie Markus Weinzierl bezeichnen?

Hitz: Der Name würde auch ganz gut zu ihm passen (grinst). Er ist am Boden geblieben, bescheiden und versucht jeden Tag, die Mannschaft zu verbessern. Das zeichnet ihn aus.

SPORT1: Ist es eine Stärke Augsburgs, dass man auch in Krisenzeiten an Weinzierl festhält?

Hitz: Es gibt keinen Grund, am Trainer zu zweifeln. Er hat unglaublich viel geleistet und zeigt jeden Tag seine Leistung und volle Motivation. Jeder Spieler geht den Weg, den er vorgibt, mit, und das ist immer das Wichtigste.

SPORT1: Der Verein spielt zum ersten Mal europäisch. Was hat das für eine Bedeutung für die Fans des FC Augsburg und für die Stadt?

Hitz: Man merkt, dass es den Leuten sehr viel bedeutet. Es ist ein Riesen-Highlight, darauf hat man lange hingearbeitet. Die Fans haben viele Stunden für die Auswärtsfahrten geopfert und die Möglichkeit, Liverpool zuhause oder auswärts zu sehen, ist natürlich etwas Schönes. Das darf man schon als Belohnung für die letzten Jahre ansehen.

SPORT1: Werden Sie denn auf die Spiele gegen Liverpool angesprochen, wenn Sie beim Einkaufen oder Bäcker sind?

Hitz: Bislang war das wichtigste Spiel hier in Augsburg das gegen Bayern. Jetzt, wo Liverpool in den Fokus kommt, wird man aber schon das eine oder andere Mal darauf angesprochen.

SPORT1: Liverpool hat ja die Generalprobe bei Aston Villa mit 6:0 gewonnen. Wie schätzen Sie Ihren Gegner ein?

Hitz: Das ist natürlich eine gute Mannschaft, aber das 6:0 sollte man nicht überbewerten. Wir hoffen, dass sie ihr Pulver verschossen haben (lacht). Wir wissen, dass wir wie in der ersten Halbzeit gegen Bayern sehr gut verteidigen können, und das werden wir auch gegen Liverpool zeigen. Wir wollen den einen oder anderen Konter setzen und vielleicht die große Überraschung schaffen.

SPORT1: Sie gehen zuversichtlich in die Partie?

Hitz: Natürlich, das Spiel geht bei 0:0 los. Zuhause kann man jeden Gegner schlagen, und bei einem guten Resultat im Hinspiel kann man auch auswärts etwas holen. Wir brauchen uns sicher nicht zu verstecken.

SPORT1: Das heißt, die Atmosphäre auswärts wird Sie nicht groß beeindrucken?

Hitz: Nein, weil wir hier in Deutschland auch tolle Stadien mit guten Fans haben. Wir sind es schon gewohnt, jede Woche vor einem großen Publikum zu spielen.

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