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Jürgen Klopp zeigt sich am SPORT1-Mikrofon nicht zufrieden © SPORT1

München - Bei Dortmunds Sieg freut sich Nuri Sahin über sein Comeback. Jürgen Klopp ist nach Liverpools Remis in Augsburg weniger zufrieden. Stimmen.

Mit einem verdienten 2:0-Erfolg im Hinspiel über den FC Porto hat sich Borussia Dortmund eine gute Ausgangsposition für den anvisierten Einzug ins Achtelfinale der UEFA Europa League verschafft.

Überraschend mittendrin: Nuri Sahin. Nach 355 Tagen Verletzungspause gab der Mittelfeldspieler sein Comeback - und wusste auf Anhieb zu überzeugen.

Der FC Augsburg trotzte Jürgen Klopps FC Liverpool derweil ein 0:0 ab, auch Schalke schaffte ein torloses Remis bei Schachtjor Donezk. Bayer Leverkusen siegte mit 1:0 bei Sporting Lissabon.

SPORT1 fasst die Reaktionen an den SPORT1- und Sky-Mikrofonen zusammen.

Jürgen Klopp (Trainer FC Liverpool): "Ich bin nicht so super glücklich mit dem Spiel. Wir hätten das viel besser machen können. Wir brauchen viel mehr Gegenpressing-Momente und wir müssen es auch besser verteidigen. Trotzdem muss man die Kirche im Dorf lassen. Es gibt schlimmere Ergebnisse als ein 0:0. Es ist ein geiler Verein und es macht Spaß. Ich habe mich jetzt nach vier Monaten auf den Alltag in England eingestellt und der ist nicht so schlecht."

Markus Weinzierl (Trainer FC Augsburg): "Wir waren sehr diszipliniert und laufstark und haben es dem Gegner schwer gemacht. Wir wollten zu null spielen, das haben wir geschafft. Wir wollten gewinnen, das haben wir nicht geschafft. Aber wir haben alle Chancen im Rückspiel, für Liverpool ist das ein gefährliches Ergebnis."

Alexander Esswein (FC Augsburg): "Heute werde ich noch schlecht davon träumen. Der Schuss muss ein bisschen platzierter kommen - es wäre der perfekte Zeitpunkt gewesen. Wir können trotzdem stolz auf uns sein. Gegen Ende war sogar mehr als ein Punkt drinnen. Es war ein riesen Erlebnis mit einem guten Resultat für uns. Wir fahren mit einem breiten Grinsen an die Anfield Road nach Liverpool. Wenn wir genauso einen Fight liefern, haben wir nichts zu verlieren."

Nuri Sahin (BVB): "Es war ein unbeschreibliches Gefühl. Ich war fast auf den Tag genau ein Jahr nicht dabei. Ich habe mir vorgenommen, jede Minute zu genießen. Ich wurde super von den Fans verabschiedet. Vielen Dank auch für das Vertrauen vom Trainer und meinen Jungs. Ich lag Sonntag eigentlich noch im Bett und hatte eine Mandelentzündung. Ich kam dann zum Gelände mit Privatklamotten. Der Trainer hatte eine Idee und die ist aufgegangen. Ich hatte gar keine Sachen dabei und daher das Glück, dass meine Frau einen Geistesblitz hatte und meine Sachen dabeihatte."

Mats Hummels (BVB) über das Comeback von Nuri Sahin: "Er hat die Wochen schon angedeutet, wie gut er ist. Er trainiert herausragend. Er hat sich das heute verdient. Das Spiel jetzt von uns kommt ihm mehr entgegen, weil wir oft den Ball haben und nicht so viel hinterherlaufen müssen."

Thomas Tuchel (BVB-Trainer): "Wir haben eine gute Balance in der offensiven Ausrichtung gezeigt. Wir waren dominant und haben verdient gewonnen. Sahin hat mich überzeugt. Er ist ein äußerst kluger Spieler, er hat es super gemacht. Ich bin froh, dass die Fans sich mit der Choreo zu diesem Wettbewerb bekannt haben. Das muss unser Wettbewerb werden. Dennoch sollten wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht von Basel sprechen."

Michael Zorc (BVB-Sportdirektor): "Wir haben heute souverän gespielt und gewonnen. Vielleicht hätten wir noch ein, zwei Tore mehr erzielen können. Die Chancen war auf jeden Fall da. Sahin hat mir mit seiner Ballsicherheit sehr gut gefallen. Am Ende hat die Kraft gefehlt, aber das ist nach einer derartigen Verletzungspause ganz normal. Über den Titel in der Europa League wollen wir heute noch nicht sprechen. Erst mal müssen wir nächste Woche gegen Porto bestehen und das Achtelfinale erreichen. Das wird schwer genug."

Marco Reus (BVB): "Es stimmt, wir waren heute sehr offensiv ausgerichtet. Unser Plan war auch, mehr Ballbesitz als Porto zu haben. Das ist Porto nämlich nicht gewohnt. Nach dem Foul an mir habe ich mir keine Sorgen gemacht. Ich habe sofort gespürt, dass alles in Ordnung ist. Es ist ein Männersport. Er hat sich sofort bei mir entschuldigt."

Andre Breitenreiter (Trainer Schalke 04): "Es ist ärgerlich, dass wir kein Tor gemacht haben. Wir haben ein gutes Spiel abgeliefert, uns Chancen erarbeitet. Das war hier nicht leicht."

Roger Schmidt (Trainer Bayer Leverkusen): "Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht gegen einen Gegner, der ähnlich spielt wie wir. Wir haben heute hervorragend verteidigt und ein sehr schönes Tor gemacht haben. Wir hätten auch noch das zweite Tor schießen können.

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