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Hakan Calhanoglu (r., mit Roger Schmidt) wechselte 2014 vom HSV zu Bayer Leverkusen
Hakan Calhanoglu (r., mit Roger Schmidt) wechselte 2014 vom HSV zu Bayer Leverkusen © Imago

Leverkusen und München - Hakan Calhanoglu hat mit Bayer Leverkusen ein durchwachsenes Jahr hinter sich. In der UEFA Europa League will der Künstler wieder ein Glanzlicht setzen.

Hakan Calhanoglu mag es nicht schönreden.

"2016 ist nicht unser Jahr", hält der Mittelfeldregissuer und Freistoßspezialist von Bayer Leverkusen im Gespräch mit SPORT1 fest.

Nur zwei Siege in elf Pflichtspielen, jede Menge Verletzungspech, zuletzt der Eklat um Roger Schmidt und die darauffolgende Sperre: "Wir versuchen das Beste draus zu machen, aber es ist natürlich schwer."

Umso größer ist nun aber seine Motivation, in der UEFA Europa League beim FC Villarreal mal wieder ein Glanzlicht zu setzen (Do., ab 19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM).

Und Calhanoglu setzt dabei nicht zuletzt auf den Faktor Roger Schmidt.

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"Er gibt uns vieles mit"

"Auf jeden Fall ist es besser, dass er nun wieder auf der Bank sitzen kann", sagt der 22-Jährige: "Er gibt uns vieles mit, er motiviert" - was er abseits des Platzes auch während seiner Sperre getan hätte.

In drei Liga-Spielen ohne Schmidt holte Leverkusen nur einen Punkt, dass die Zwangspause in der Liga nun vorbei ist, ist nicht nur für Calhanoglu eine Erleichterung: "Tatsache ist, dass wir einen erstklassigen Trainer haben", betonte auch Sportdirektor Rudi Völler vor dem Abflug zum Hinspiel - nicht ohne noch einmal kritisch anzumerken, dass er das Gefühl hat, "dass der Gegenwind für ihn größer ist als für andere".

Ein ähnliches Gefühl hat Geschäftsführer Michael Schade: "Er wird sehr kritisch behandelt und nicht immer den Umständen entsprechend", sagt er bei SPORT1: "Es wird anders hingeschaut als bei anderen Trainern - aber will wollen nicht lamentieren, sondern nach vorn schauen."

Calhanoglu will einen Freistoß versenken

Dort vorne wartet eine knüppelharte Herausforderung: Villarreal, Spaniens aktueller Tabellenvierter und Bezwinger von Mitfavorit SSC Neapel - der vor fünf Jahren Leverkusen schon einmal in derselben Runde aus dem Wettbewerb warf.

"Villarreal ist eine außergewöhnliche Mannschaft, sehr diszipliniert in der Arbeit nach vorn wie nach hinten", sagt Calhanoglu, dessen persönliches Jahr bislang auch eher durchwachsen verlief.

Beim 3:3 gegen Augsburg traf er am Wochenende mal wieder, sein erstes Ligator in diesem Jahr.

Nun würde er gerne seinen Beitrag dazu leisten, das außergewöhnliche Real zu bezwingen: "Ich hoffe, dass ich mal wieder ein Freistoßtor schieße."

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