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1. FSV Mainz 05 v TSG 1899 Hoffenheim - Bundesliga
Martin Schmidt trainierte bereits die zweite Mannschaft von Mainz © Getty Images

Mainz - Nach zwei Quali-Debakeln darf Mainz 05 endlich erstmals in der Europa League ran. Die Vorfreude bei Trainer und Spielern ist riesig, die Aussichten sind ordentlich.

Zwei Mal hatte Mainz 05 bisher einen Anlauf auf die UEFA Europa League genommen, zwei Mal war der Traum vorzeitig geplatzt.

2012 und 2014 war in den Qualifikationsspielen gegen Gaz Metan Medias und Asteras Tripolis jeweils Endstation - am Donnerstagabend dürften die Namen der beiden Nobodys aber endgültig aus dem Gedächtnis aller Mainzer gelöscht sein.

Mit dem Heimspiel gegen Frankreichs Rekordmeister AS St. Etienne (ab 19 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) wird die Sehnsucht nach rauschenden Europapokal-Nächten endlich gestillt.

Niko Bungert: "Wahnsinnige Vorfreude"

"Wir haben eine wahnsinnige Vorfreude. Wir haben es zwei Mal nicht geschafft, uns für die Gruppenphase zu qualifizieren. Dieses Jahr haben wir es geschafft, da sind wir stolz drauf", sagt Abwehrspieler Niko Bungert vor dem Auftaktspiel im Gespräch mit SPORT1.

Und wer weiß: Die Gruppenphase muss für die 05er noch lange nicht das Ende der Fahnenstange sein.

"Wir haben im Vorhinein viel gerätselt, was alles kommen kann. Jetzt sind wir sehr zufrieden", bilanziert Bungert mit Blick auf die Auslosung: "Es sind auf jeden Fall renommierte Vereine und mit Aserbaidschan noch ein kleines Abenteuer dabei."

Das "kleine Abenteuer" in Gruppe C heißt FK Gabala, dazu kommt aus Belgien der RSC Anderlecht - und eben Auftaktgegner St. Etienne. Ein Weiterkommen scheint da nicht ausgeschlossen - auch wenn die Doppelbelastung für den Großteil des Mainzer Kaders eine ganz neue Herausforderung sein wird.

"Viele werden an ihre Grenzen gehen, das wird nicht leicht", prophezeit Bungert, "so viele Spiele innerhalb kürzester Zeit und quasi alle drei Tage einen neuen Gegner zu haben, wird für jeden Einzelnen und den ganzen Kader eine volle Beanspruchung."

SC Freiburg als warnendes Beispiel

Ein vergangenes Opfer der hohen Belastung war der SC Freiburg. Die Breisgauer mussten am Ende ihrer Europa-League-Saison 2014/15 den bitteren Gang in die Zweite Liga antreten.

"In Mainz ist der Europapokal nicht das höchste Ziel, das man verfolgt. Da geht es um wichtigere Ziele wie die Bundesliga", sagt deshalb auch der Mainzer Trainer Martin Schmidt bei SPORT1.

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Nichtsdestotrotz überwiegt auch bei ihm die Vorfreude: "Als Trainer ein Team auf die europäische Bühne zu führen, ist schon ein Traum, der in Erfüllung geht."

Worum es geht, verliert der Schweizer deshalb aber nicht aus den Augen. "Auch im Spiel gegen St. Etienne müssen wir zeigen, warum wir uns qualifiziert haben", fordert Schmidt und stellt klar, "wir haben uns nicht durch irgendeinen Fairness-Preis qualifiziert, sondern durch Leistung".

Und genau damit wollen die Mainzer nun endlich auch auf Europas Bühne überzeugen.

UEFA Europa League: Nizza gegen Schalke am Donnerstag ab 19 Uhr LIVE im Free-TV auf SPORT1im LIVETICKER auf SPORT1.de und in unserem Sportradio SPORT1.fm.

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