Video

Gelsenkirchen - Ralf Fährmann spricht bei SPORT1 über den Gegner in der UEFA Europa League aus Russland, den Weg des FC Schalke 04 aus der Krise und Breel Embolos Verletzung.

Als "ein Abenteuer" bezeichnet Ralf Fährmann die Reise des FC Schalke 04 zum anstehenden Auswärtsspiel in der UEFA Europa League.

2450 Kilometer trennen Gelsenkirchen von Krasnodar - in der Tabelle der Gruppe I liegen beide Teams nach je zwei Siegen punktgleich vorn. Im Interview mit SPORT1 spricht der Torhüter der Königsblauen über das Topspiel, die schwere Verletzung von Breel Embolo und den Weg aus der Schalker Krise.

Die UEFA Europa League am Donnerstag ab 19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1, im LIVESTREAM sowie im LIVETICKER und in unserem Sportradio SPORT1.fm. Alle Highlights des Spieltags - u.a. mit der Partie FK Krasnodar gegen Schalke 04 - gibt es zudem ab 23 Uhr im TV.

SPORT1: Herr Fährmann, die Situation auf Schalke war am Anfang der Saison nicht gerade berauschend. Gibt es jemanden in Ihrem im privaten Umfeld, der auch mal den Finger in die Wunde legt?

Ralf Fährmann: Meine engsten Freunde sind alles Schalker, von denen musste ich mir schon einiges anhören. Sie wollen natürlich wissen, was los ist. Ich kann immer nur sagen, dass wir den Start vermasselt haben. Die letzten Spiele fand ich trotzdem gut. Aber wir wissen auch, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. Wir müssen uns das Selbstvertrauen Stück für Stück erarbeiten.

SPORT1: Woran lag es denn? Sieht die Welt nach ein paar Toren wieder anders aus?

Fährmann: Ich bin kein Freund von Phrasen, trotzdem denke ich, dass man sich das Glück erarbeiten kann. Wir hatten in den ersten Bundesligaspielen einfach viel Pech. Der Gegner hat aus zwei Chancen zwei Tore gemacht. Das war hart. Wir haben uns nicht unterkriegen lassen und immer weiter gemacht. Sinnbildlich ist das Tor von Benedikt Höwedes gegen Salzburg, so kann man sich das Glück erarbeiten.

Video

SPORT1: Sie haben bisher schon viele Trainer gehabt. Was gefällt Ihnen bei Markus Weinzierl besonders?

Fährmann: Mit ihm kam die Ruhe im Umfeld. Trotz der Negativerlebnisse konnten wir konzentriert weiterarbeiten, dazu hat auch Manager Christian Heidel beigetragen. In den vergangenen Jahren wäre das mehr ausgeartet. Trotzdem kann der Trainer in der Kabine auch mal lauter werden, um Sachen anzusprechen.

SPORT1: Wenn man so eine schwere Verletzung wie bei Breel Embolo sieht, zuckt man dann auch selber zusammen?

Fährmann: Sicherlich, es ist eine schwere Verletzung, die ihn Monate zurückwerfen wird. Mir tut das von Herzen leid. Er kam in den letzten Spielen immer besser rein und tat uns richtig gut. Ich wünsche ihm alles Gute. Er ist ein Kämpfer.

Video

SPORT1: Was wissen sie über Krasnodar?

Fährmann: Sie haben eine gute Mannschaft und haben im vergangenen Jahr Dortmund geschlagen. Für die meisten Fans sind sie ein unbeschriebenes Blatt. Wir sind gewarnt. Ich denke, wir werden in einem wunderschönen Stadion bei guten Bedingungen spielen.

SPORT1: Ist die Reise nach Russland ein bisschen ein Abenteuer für Sie?

Fährmann: Das ist immer ein bisschen ein Abenteuer, ein neues Stadion und andere Fankulturen kennenzulernen. Man muss dabei auch feststellen, dass die Deutschen die besseren Anhänger sind (lacht). Der Gegner ist auch bestückt mit Brasilianern, da freut man sich drauf.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel