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Den Offenbacher Kickers gelingt im Derby gegen Hessen Kassel die Trendwende. Überschattet wird der Sieg von einem Zusammenprall von Scheu mit Kassels Aushilfskeeper Damm.

Die Offenbacher Kickers haben in der Regionalliga Südwest gegen Hessen Kassel einen wichtigen 2:1-Sieg eingefahren.

In einer turbulenten Schlussphase sorgte ein Zusammenprall von Robin Scheu mit Kassels Aushilfstorwart Tobias Damm für eine Schrecksekunde. Stürmer Damm, der nach einer Roten Karte gegen Kevin Rauhut kurz vor Schluss ins Tor rückte, wurde von Offenbachs Scheu am Kopf getroffen und ging daraufhin benommen zu Boden.

Nach kurzer Behandlung konnte der 32-Jährige das Spiel zwar fortsetzen, wurde nach dem Abpfiff aber umgehend wieder behandelt. Zur weiteren Untersuchung wurde Damm ins Krankenhaus gebracht.

Verdacht auf Gehirnerschütterung

"Er hat wahrscheinlich eine leichte Gehirnerschütterung, vielleicht sogar eine schwere. Das müssen wir abwarten", sagte Kassels Trainer Matthias Mink bei SPORT1 und kritisierte OFC-Profi Scheu: "Es ist die Frage inwieweit der Spieler da so reingehen muss, obwohl er sieht, dass Damm als Torhüter schon am Ball ist."

Stammkeeper Rauhut sah in der 87. Minute nach einer Notbremse im Strafraum die Rote Karte. Da Kassel bereits dreimal gewechselt hatte, musste Stürmer Damm den Platz zwischen den Pfosten einnehmen. Beim folgenden Strafstoß hatte Damm Glück, Benjamin Pintol schoss den Ball übers Tor.

Die Gäste aus Kassel gingen im hessischen Derby zunächst durch Mike Feigenspan (18.) in Führung. Doch Martin Röser (25.) und Pintol (75.) drehten die Partie zugunsten der Hausherren.

Erleichterung bei OFC-Trainer Schmitt

Dem OFC gelang damit nach zuletzt nur einem Sieg aus den vergangenen sieben Spielen mit nun 31 Punkten der Anschluss an die Spitzengruppe der Regionalliga.

"Wir wurden in den letzten Wochen viel kritisiert, manchmal auch zu Recht", sagte OFC-Coach Rico Schmitt bei SPORT1. "Dieser Heimsieg soll versöhnen. Der Bieberer Berg lebt."

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