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London und München - Valencia verwandelt im Elfmeterschießen bei Chelsea alle Versuche - und scheidet doch aus. Dem Schiri unterläuft ein skandalöser Fauxpas. Valencia legt Protest ein.

Der FC Chelsea ist nach einem skandalträchtigen Elfmeterschießen ins Viertelfinale der UEFA Youth League eingezogen.

Die Blues setzten sich in der Runde der letzten 16 mit 6:4 nach Elfmeterschießen gegen den FC Valencia durch. (Ergebnisse und Spielplan der UEFA Youth League)

Jay Dasilva (44.) brachte Chelsea kurz vor der Halbzeit in Führung, Carlos Soler (45.) glich im direkten Gegenzug für die Spanier aus. Chelsea-Keeper Bradley Collins hatte zuvor nach einem Querschläger im eigenen Strafraum einen Gegenspieler zu Boden gestreckt.

Valencia vergibt Chance zur Entscheidung

Nachdem in der 83. Minute Valencias Ismael Martinez Muela bei einem weiteren Foulelfmeter die große Chance liegenließ, die Partie in der regulären Spielzeit zu entscheiden, ging das Duell ins Elfmeterschießen.

Dort sorgten der Schweizer Schiedsrichter Adrien Jaccottet und sein Assistent für einen Eklat: Nachdem Chelseas Charlie Colkett den ersten Strafstoß verwandelt hatte, trat Alberto Gil für Valencia an - und verwandelte sicher im unteren linken Toreck. (Alle Spiele der UEFA Youth League im LIVETICKER)

Schiedsrichter beim Elfmeter-Skandal in der Youth League
Auch der Torrichter half nichts - die Fehlentscheidung der Unparteiischen stand © SPORT1

Der Ball sprang von einer Querstrebe am Seitennetz jedoch wieder nach vorne aus dem Tor heraus, was offenbar weder Schiedsrichter Jaccottet noch der auf Höhe der Torlinie platzierte Assistent gesehen hatten.

Alle Proteste der spanischen Youngster halfen nichts, der Treffer zählte nicht. Da alle weiteren Schützen ihre Versuche im Tor unterbrachten, hatte Valencia schlussendlich das Nachsehen - und verlor das Elfmeterschießen, ohne auch nur einen Schuss nicht verwandelt zu haben.

Valencia kündigt Protest an

Noch am Dienstagabend kündigte Valencia an, schriftlich Protest bei der UEFA einzulegen. Im Gespräch mit SPORT1 hielt Alex Feuerherdt vom Schiedsrichter-Podcast Collinas Erben eine Wiederholung des Elfmeterschießens für möglich. Allerdings müsse zuvor die UEFA entscheiden, ob die Situation einen etwaigen Protest überhaupt zulasse.

Klub-Präsidentin Lay Hoon Chan wandte sich derweil schon einmal mit einfühlsamen Worten an die eigenen Spieler: "Wir sind alle unheimlich stolz auf den Auftritt und den Kampfgeist, den ihr heute gezeigt habt. Ich bin sicher, dass die Erfahrungen aus diesem Wettbewerb euch helfen werden, noch bessere Profis zu werden. Verliert wegen dieses Vorfalls nicht euer Vertrauen und euren Glauben an den Fußball."

FC Barcelona siegt dramatisch

Zuvor hatte sich der Nachwuchs des FC Barcelona auf dramatische Art und Weise als erstes Team ein Ticket für die Runde der letzten Acht gesichert. Die Katalanen setzten sich mit 3:1 gegen den dänischen Vertreter FC Midtjylland durch.

Ein Eigentor von Barca-Verteidiger Eric Montes (34.) brachte die Gäste zunächst in Führung, Theo Chendri (51.) glich kurz nach der Pause für Barcelona aus.

In der Schlussviertelstunde überschlugen sich dann die Ereignisse: Zunächst sah Midtjyllands Andreas Murbeck glatt Rot (75.), kurz vor dem Ende der Partie flog auf der Gegenseite Eigentorschütze Montes mit Gelb-Rot vom Platz (88.).

Davon unbeeindruckt schlug Barca in letzter Minute zwei Mal eiskalt zu: Der Südkoreaner Seung-Woo Lee (90.) und Carles Alena in der zweiten Minute der Nachspielzeit sicherten dem Nachwuchs des amtierenden Champions-League-Siegers den Einzug ins Viertelfinale.

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