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Die österreichischen Medien lassen kein gutes Haar an David Alaba und fordern seine Versetzung nach hinten. Dem Bayern-Star wird "peinliches Gestolpere" in der WM-Quali vorgeworfen.

Bayern Münchens David Alaba steht in seiner Heimat Österreich heftig in der Kritik.

Nach der 2:3-Auswärtsniederlage des ÖFB-Nationalteams in der WM-Qualifikation gegen Serbien am Sonntag titelte die Kronen Zeitung: "Lieber David Alaba, das ist peinliches Gestolpere!" Weiter hieß es, Alaba agiere "einfallslos, ineffizient und offensiv schwächelnd bis schwach".

Erneute Kritik nach verpatzter EM

Bayern-Star Alaba geriet auch schon während der Euro 2016 in die Kritik, als er nicht in der Lage war, die Mannschaft aus dem Mittelfeld heraus zu führen. Das peinliche Gruppenaus gegen vermeintlich schwächere Gegner wie Ungarn oder Überraschungsmannschaft Island ist den deutschen Nachbarn dabei immer noch im Gedächtnis.

Nach der EM befand Österreich, Alaba sei "das Sinnbild einer enttäuschenden EM" gewesen und habe "nie zur eigenen Form gefunden." Doch wer Alabas Probleme im zentralen Mittelfeld auf eine harte Saison mit dem FC Bayern zurückführte, sieht sich jetzt getäuscht. Der 24-Jährige ist dort weiterhin nicht in der Lage, dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken.

Der "sture Herr Koller"

Dennoch setzt Trainer Marcel Koller Alaba in der Nationalmannschaft weiter im Mittelfeld ein, obwohl ganz Österreich seine Versetzung fordert.

Bei den Bayern spielt Alaba dagegen regelmäßig als linker Verteidiger, daher schrieb die Kronen Zeitung, Alaba habe "jedes Recht, ja, sogar die Pflicht, dem sturen Herrn Koller auszurichten: 'Wenn ich nicht links verteidigen darf, fahr ich wieder ham nach München!'"

Koller verteidigt Alaba

Koller verteidigte seine Entscheidung: "Österreich ist nicht Bayern München. Die Bayern haben auf dieser Position (im Mittelfeld, d. Red.) drei, vier Weltklassespieler, das ist bei der Nationalmannschaft nicht so." Und weiter: "Er [Alaba] hat ein gutes Spiel gemacht, war aktiv und hatte viele Ballbesitze."

Stattdessen kritisierte der 55-Jährige die mangelnde Laufbereitschaft im Defensivverbund und ärgerte sich über mangelnde Chancenverwertung.

Österreich liegt in der WM-Qualifikations-Gruppe D nach drei Spieltagen mit nur vier Punkten auf dem vierten Rang und steht damit bereits gehörig unter Druck. Der Rückstand auf die punktgleichen Spitzenteams aus Serbien und Irland beträgt drei Zähler.

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