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Lubomir Vranjes im Jahr 2006 - damals noch als Spieler in Flensburg. 2009 wurde er Trainer der Mannschaft © Getty Images

München - Nach sechs Jahren Pause gibt Ljubomir Vranjes sein Comeback als Handballspieler. Der Trainer der SG Flensburg-Handewitt reagiert auf die lange Liste an Verletzten.

Das klingt nach Hobbyliga: Zu viele Spieler sind verletzt, also helfen eben Trainer und Assistent aus.

Die SG Flensburg-Handewitt allerdings, immerhin der Titelverteidiger in der Königsklasse, tritt unter diesen Voraussetzungen in der Champions League an.

Beim polnischen Team Wisla Plock (ab 19.30 Uhr in den LIVESCORES) könnten sowohl Trainer Ljubomir Vranjes als auch sein Helfer Maik Machulla als Spieler auflaufen.

Auch Mogensen verletzt

Die Flensburger hatten zuletzt einige Verletzte zu beklagen, jüngst erwischte es auch Spielmacher Thomas Mogensen (Muskeleinriss im Hüftbereich).

Deswegen hat Vranjes (41) schon wieder mit der Mannschaft trainiert. Seine aktive Karriere hatte der damalige Rückraum-Spieler eigentlich am 20. Dezember 2008 beendet.

Nun schlüpft er wieder in sein Trikot Nummer 40. Machulla wird die 4 tragen. "Wir beide müssen bereit sein, der Mannschaft auch auf diese Weise zu helfen", sagt Vranjes, der 164 Länderspiele für Schweden und dabei 451 Tore machte.

Maik Machulla und Ljubomir Vranjes
Das Trainerduo in Flensburg: Maik Machulla (links) und Lubomir Vranjes © Imago

"Wir dürfen nicht jammern"

Vermutlich werden beide auch tatsächlich signifikante Minuten auf dem Feld verbringen. Denn die Liste der Ausfälle ist enorm lang.

Jim Gottfridsson (Fuß), Holger Glandorf (Achillessehne) und Thomas Mogensen (Hüfte) haben im Training pausieren müssen.

Mit Lars Kaufmann (Wade) und Michael Nicolaisen (Grippe) fehlen zwei weitere Rückraum-Kräfte. Dazu kommen Lasse Svan (Zerrung), Jacob Heinl (Virus-Infektion) und Jakob Macke (keine Spielberechtigung für die Champions League).

Vranjes nimmt das hin, so gelassen wie eben möglich. "Wir dürfen nicht jammern", sagt er.

Sieg im Hinspiel

Das Hinspiel in der Champions League hatte Flensburg zu Hause mit 35:28 gewonnen. Unter den gegebenen Umständen sehen sich Vranjes und sein Team aber als absoluter Außenseiter.

Die Prioritäten liegen nun woanders. "Vorrang haben der dritte Platz in der DKB Handball-Bundesliga und das Viertelfinale im DHB-Pokal", sagt Vranjes.

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