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Kiel - Der Meister besiegt Göppingen und hat die Titelverteidigung vor Augen. Der genesene Keeper leitet die Wende ein, begründet diese bei SPORT1 aber mit einer Systemumstellung.

Der deutsche Meister THW Kiel strebt in der DKB HBL unaufhaltsam einer erfolgreichen Titelverteidigung entgegen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan)

Drei Tage nach dem Einzug ins Final Four der Champions League besiegte die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason auch Frisch Auf Göppingen mit 28:21 (14:13) und führt die Liga mit 57:7 Punkten vor Vizemeister Rhein-Neckar Löwen (53:9) an. (DATENCENTER: Tabelle)

Bester Werfer des deutschen Rekordmeisters war Marko Vujin mit sieben Toren. Altmeister Göppingen (36:28) bleibt zwar auf Platz fünf, muss aber um die Teilnahme am EHF-Cup bangen.

THW-Blitzstart, dann Einbruch

Allerdings war im Kieler Spiel nicht alles glänzend: Nach einem 8:2-Blitzstart ließen die Nordlichter viele Chancen liegen und brachten die Gäste so wieder ins Spiel.

Nur mit Mühen ging der THW mit 14:13 in die Pause, lag in der 40. Minute sogar mit zwei Toren hinten (15:17) - um danach aber wieder fulminant aufzudrehen.

Ausschlaggebend dafür war auch die Umstellung auf eine 6:0-Abwehr. 

(DAS SPIEL im LIVETICKER zum NACHLESEN)

Vuin wähnt sich schon fast durch 

"Das war schwierig, wir hatten nach gutem Start trotzdem schwere Beine nach dem Spiel gegen Pick Szeged", sagte Vujin bei SPORT1. "Aber wir sind ruhig geblieben und haben unser Spielsystem wiedergefunden."  

Der Rückraummann ließ auch durchblicken, dass bei nun vier Punkten Vorsprung auf die Rhein-Neckar Löwen nun eigentlich nicht mehr viel schiefgehen könne.

"Wegen Alfred (Gislason, Anm. d. Red.) kann ich das ja nicht sagen. Aber jetzt liegt alles in unserer Hand. Wir haben gute Chancen in der Meisterschaft und auch in der Champions League", so Vujin.

Keeper Andreas Palicka dämpfte trotzdem: "In dieser Liga kann alles schieflaufen – wir sehen, was am Ende unterm Strich steht."

Kneule hadert mit Kräfteverschleiß 

Verlierer Göppingen hakte das Spiel schnell ab.

"Am Ende war es dann auch der Kräfteverschleiß", sagte Tim Kneule bei SPORT1. "Wir waren nicht mehr konsequent genug und haben zu früh abgeschlossen. Wir haben aber immer noch eine gute Ausgangsposition im Kampf um Europa."

Im Stenogramm:

THW Kiel - FA Göppingen 28:21 (14:13)
Tore: Vujin (7), Dahmke (5/1), Weinhold (4), Duvnjak (3), Toft Hansen (3), Ekberg (2), Jicha (2), Canellas Reixach (1), Palmarsson (1) für Kiel - Kneule (4), Kraus (3), Schöne (3), Späth (3), Sesum (2), Schiller (2), Halen (2), Schoch (1), Beljanski (1) für Göppingen
Zuschauer: 10.285

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