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Frank Bohmann setzt sich für eine spannendere Liga ein
Frank Bohmann setzt sich für eine spannendere Liga ein © Getty Images

Frank Bohmann macht sich Sorgen um die Chancengleichheit in der DKB Handball-Bundesliga und schlägt einen neuen Spielmodus vor, um die Dominanz des Serienmeisters THW Kiel einzudämmen.

Der Geschäftsführer der Liga wünscht sich im Saisonfinale einen Playoff-Modus, bei dem die besten vier Teams der Liga in zwei Halbfinals gegeneinander antreten. Das Enspiel um den Titel soll auf neutralem Boden stattfinden.

"Ich bin mit diesem Vorschlag schon mal gescheitert, halte ihn aber nach wie vor für interessant, um die Attraktivität der Liga zu erhöhen", sagte Bohmann in der Sport Bild.

Der THW Kiel ist in den letzten drei Jahren jeweils Meister geworden und steht in der laufenden Saison vor dem 20. Titelgewinn der Vereinsgeschichte.

Mit den jüngsten Erfolgen stellen die "Zebras" sogar die Trophäensammler von Fußball-Meister Bayern München in den Schatten: Kiel konnte seit 2009 fünf Mal die Meisterschaft gewinnen, Bayern lediglich drei Mal.

"Ein anderer Meister als Kiel würde der Liga guttun", behauptete daher auch Bob Hanning, Geschäftsführer des Bundesligisten Füchse Berlin.

Nicht nur in sportlicher Hinsicht ist Kiel das Maß der Dinge - auch in auf finanzieller Ebene ist der amtierende Meister nicht zu schlagen.

Der THW verfügt über einen Etat von zehn Millionen Euro und kann sich bei jedem Heimspiel über eine ausverkaufte Halle freuen.

Die Rhein-Neckar Löwen, Kiels schärfster Konkurrent im Meisterrennen, müssen dagegen mit einem Etat von 6,8 Millionen Euro planen und kämpfen gegen einen fallenden Zuschauer-Schnitt an.

Bohmann will die Dominanz der Seriensieger aus Kiel aber nicht auf die finanzielle Überlegenheit reduzieren: "Es gab Jahre, da hatte der THW nicht das meiste Geld, war aber dennoch am erfolgreichsten. Der THW ist so gut wegen seiner sportlichen Kompetenz."

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