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Die Füchse Berlin feiern dank Silvio Heinevetter einen wichtigen Erfolg im Kampf um die internationalen Ränge. EM-Held Julius Kühn vermisst ein Quäntchen Glück am Ende.

Die Füchse Berlin haben einen wichtigen Erfolg im Kampf um die internationalen Ränge gefeiert.

Das Team von Trainer Erlingur Richardsson setzte sich am 24. Spieltag mit 28:26 (15:15) beim VfL Gummersbach durch.

Bester Werfer der Partie war Berlins Petar Nenadic mit neun Treffern. Die Füchse bleiben mit 29:17-Punkten auf dem fünften Platz.

Ausgeglichene Anfangsphase

Von Beginn an entwickelte sich eine packende Partie, in der sich keines der beiden Teams absetzen konnte.

In Hälfte zwei erwischte Gummersbach den besseren Start und lag 15 Minuten vor Ende der Partie mit drei Treffern vorn.

Doch nach dem Gegentreffer zum 20:23 wendete sich das Blatt und Berlin gelang der spielentscheidende 6:0-Lauf. 

Heinevetter rechtfertigt Nominierung

Entscheidenden Anteil an der Wende im Spiel hatte Füchse-Keeper Silvio Heinevetter, der in der wichtigen Phase gleich zwei Siebenmeter parierte.

Für Heinevetter rundete der Sieg einen perfekten Tag ab. Wenige Stunden zuvor hatte Bundestrainer Dagur Sigurdsson den bei der EM verschmähten Torhüter wieder ins Nationalteam für die beiden Testspiele gegen Katar am 11. und 13. März (LIVE im TV auf SPORT1) berufen.

Nach der Partie wollte Heinevetter aber nicht groß darüber sprechen, auch wenn er sich über die Nominierung gefreut hat. "Ja natürlich, aber das ist jetzt viel zu weit. Wir haben uns voll auf Gummersbach konzentriert", sagte Heinevetter.

Kühn vermisst "das nötige Quäntchen Glück"

Unmittelbar nach dem Spiel konnte sich EM-Held Julius Kühn die zehn schwachen Minuten der Gummersbacher noch nicht so recht erklären.

"Wenn ich das nach dem Spiel so schnell wüsste... Wir hatten in der Schlussphase nicht mehr das nötige Quäntchen Glück auf unserer Seite. Berlin hat clever die Zeit heruntergespielt. Wir haben nicht mehr so wirklich einen Torabschluss hinbekommen und Berlin hat uns ausgekontert", sagte Kühn bei SPORT1.

Der 22-Jährige wusste, dass die Gummersbacher an diesem Tag wichtige Zähler liegen gelassen haben. "Das ist natürlich sehr ärgerlich. Vor allem, wenn man jetzt noch hört, wie die anderen Spiele ausgegangen sind. Das hätten natürlich zwei Big Points für uns werden können. Wir müssen das jetzt abhaken und auf die nächsten Spiele konzentrieren."

Magdeburg verpasst Sieg

Den Traum von Europa begraben kann hingegen wohl der SC Magdeburg. Der Vorjahres-Vierte kam bei der HBW Balingen-Weilstetten nicht über ein 28:28 (15:12) hinaus.

Erfolgreichste Schützen des Spiels waren Olivier Nyokas (Balingen) und Nemanja Zelenovic (Magdeburg) mit je acht Treffern. Magdeburg steckt weiterhin mit 21:23-Punkten im Tabellen-Mittelfeld fest. 

Der TuS N-Lübbecke verbuchte einen wichtigen Punktgewinn im Kampf gegen den Abstieg. Dem Tabellenletzten gelang gegen das favorisierte Frisch Auf Göppingen ein 26:26 (13:14).

Für Lübbecke war es der vierte Punkt im vierten Spiel seit der EM-Pause. Das Team von Trainer Goran Perkovac nähert sich mit 6:38-Punkten den Nicht-Abstiegsplätzen.

Stenogramme:

VfL Gummersbach - Füchse Berlin 26:28 (15:15)
Tore: Schröder (6), Schindler (5), Pevnov (5), Schmidt (3/2), Schröter (3), Kuhn (2), Ernst (1), Persson (1) für Gummersbach
Nenadic (9), Elisson (8/2),  Vukovic (3), Nielsen (3), Plaza (2), Wiede (2), Tönnesen (1) für Berlin

HBW Balingen-Weilstetten - SC Magdeburg 28:28 (12:15)
Tore: Nyokas (8), Theuerkauf (7), Vasilakis (6), Kunkel (3/3), Strobel (3), Krieg (1),  für Balingen
Zelenovic (8), Damgaard (6), Weber (5/1), Grafenhorst (4), Rojewski (2/1), Bagersted (1), Bezjak (1), Lemke (1) für Magdeburg

TuS N-Lübbecke - FA Göppingen 26:26 (13:14)
Tore: Zetterman (6), Remer (5/1), Pieczkowski (4), Suton (4), Klimek (3), Schagen (3), Manojlovic (1) für Lübbecke
Fontaine (7), Pfahl (5), Schiller (5/3), Kneule (3), Barud (2), Halen (2), Sesum (1), Späth (1) für Göppingen

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