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Mannschaftsbusse von BVB und FC Bayern
Fahren die Busse von FCB und BVB demnächst auch vor den Hallen der DKB HBL vor? © Imago

München - HBL-Boss Uwe Schwenker berichtet von Gesprächen mit BVB und Bayern über einen Einstieg in den Profihandball. Allerdings stellen die Satzungen ein Hindernis dar.

Nach dem Handball-Boom durch den EM-Titel der deutschen Nationalmannschaft will die DKB Handball Bundesliga auch die nationale Spitzenliga noch attraktiver gestalten - und dafür unter anderem Borussia Dortmund und den FC Bayern München mit ins Boot holen.

HBL-Präsident Uwe Schwenker erklärte, es gebe Interesse an einem Einstieg von Fußballklubs in den Profi-Handball.

"Es gab mit Marketingleuten dieser Vereine darüber lose, informelle Gespräche", sagte Schwenker bei einer Veranstaltung der Vereinigung Schleswig-Holsteinischer Sportjournalisten. Es handle sich allerdings um "ein ganz schwieriges Thema", weil die HBL-Satzungen aktuell einen Einstieg von großen Sportmarken nicht vorsehen würden.

Nadja Nadgornaja vom BVB beim Wurf
Die BVB-Handballerinnen um Nationalspielerin Nadja Nadgornaja (M.) spielen bereits in der Bundesliga © Imago

In Handball Inside erklärte Schwenker, am schnellsten könne der Einstieg derzeit über eine Spielgemeinschaft mit einem Klub aus der dritten Liga gelingen.

SPORT1-Experte Stefan Kretzschmar hatte kürzlich erklärt, er habe "selbst schon vor einigen Jahren mit Uli Hoeneß über diese Idee gesprochen". Dieser habe damals jedoch erst einmal die Basketballabteilung des FC Bayern aufbauen wollen und gesagt: "Dann sehen wir weiter."

BVB-Frauen schon erstklassig

Ex-Nationalspieler Kretzschmar würde sich "freuen, wenn in München ein weiterer großer Handball-Standort im Süden entstehen würde". Eine Handball-Abteilung gibt es beim FC Bayern bereits, sowohl Männer als auch Frauen spielen derzeit in der sechstklassigen Bezirksoberliga Oberbayern.

Der BVB ist dagegen zumindest in Sachen Frauen-Handball bereits erstklassig: Den Handballerinnen der Borussia gelang in der vergangenen Saison der Aufstieg in die Bundesliga, wo sie aktuell den sechsten Platz belegen.

Nicht zuletzt deshalb sieht Kretzschmar "im Ruhrgebiet eigentlich alle Voraussetzungen gegeben. Es wäre toll, wenn Borussia Dortmund, das sich seit Jahren dem Frauen-Handball verschrieben hat, vielleicht auf den Geschmack kommen könnte."

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