vergrößernverkleinern
Bundestrainer Markus Weise will die Olympia-Quali klarmachen
Markus Weise ist als Trainer dreifacher Olympia-Sieger © Getty Images

Der Wechsel von Bundestrainer Markus Weise zum DFB sorgt bei seinem alten Arbeitgeber für Verstimmung. Der Erfolgscoach selbst gibt sich diplomatisch.

Der Deutsche Hockey-Bund reagiert verstimmt auf den bevorstehenden Wechsel von Bundestrainer Markus Weise zum Deutschen Fußball-Bund. 

Präsident Wolfgang Hillmann sagte der Bild: "Ich muss ganz eindeutig sagen, dass es bei solch einer Personalie schon ein Zeichen aus dem Präsidium an unser Präsidium geben muss. Dass dies nicht geschehen ist, empfinde ich als nicht partnerschaftlich."

Zuvor hatte der DFB die Verpflichtung des 52-jährigen Erfolgstrainers bekannt gegeben, der 2004 mit den Frauen sowie 2008 und 2012 mit den Männern Olympiasieger wurde. Weise wird neuer Leiter der Konzeptentwicklung und soll eine neue Fußball-Akademie in Frankfurt vorantreiben.

Problematisch: Mit der Hockey-Nationalmannschaft steckte er schon in der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2016. Dass Weise so kurzfristig von Bord geht, passt seinem bisherigen Arbeitgeber offenbar nicht. 

Der Trainer selbst gibt sich diplomatisch. "Letztlich kommen solche Chancen wohl nie zum idealen Zeitpunkt", sagte Weise der Bild.

Immerhin scheint ihm Hockey-Präsident Hillmann bei seiner neuen beruflichen Chance nicht im Wege stehen zu wollen. Auf der verbandseigenen Homepage lässt sich der 70-Jährige wie folgt zitieren: 

"Markus ist als Trainerpersönlichkeit im Hockey von niemandem zu ersetzen. Aber er hat so große Verdienste um unseren Sport und unseren Verband erworben, dass wir uns natürlich auch für ihn freuen, dass seine Kompetenz ihn für eine solche Aufgabe empfohlen hat."

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel