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Die Bauarbeiten für die WM-Stadien in Katar laufen
Die Bauarbeiten für die WM-Stadien in Katar laufen © getty

Die Kritik am künftigen WM-Gastgeber Katar erhält durch einen erneuten Zwischenfall weitere Nahrung.

Nach Angaben der Organisation Global Network for Rights and Development (GNRD) sind zwei britische Staatsbürger nach der Begutachtung der Arbeitsverhältnisse auf den Baustellen der WM-Stadien für 2022 verschwunden und möglicherweise festgenommen worden.

"Wir haben von den Berichten gehört und sind dabei, sie zu untersuchen", sagte ein Sprecher der britischen Botschaft in Doha der Nachrichtenagentur "AFP".

Die beiden Mitarbeiter Krishna Upadhyaya und Ghimire Gundev hatten überprüft, ob der zurückliegenden katarischen Ankündigung, die Bedingungen der Gastarbeiter massiv verbessern zu wollen, auch Taten gefolgt sind.

In einer Textnachricht hatte sich Upadhyaya vor dem Verschwinden darüber beklagt, von der katarische Polizei "belästigt und verfolgt" zu werden.

GNRD hat die katarischen Autoritäten zu umgehender Aufklärung aufgefordert und Rechtsmittel angedroht.

FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hatte Katar im Juli nach einem Treffen mit Emir Scheich Tamim Bin Hamad Al Thani in höchsten Tönen gelobt.

"Es war großartig zu sehen, mit welchem Engagement er und ganz Katar die WM 2022 nutzen wollen, um für positive soziale Veränderungen zu sorgen und das Gastgeberland und die Region zu bewerben", hatte Blatter gesagt.

Katar nehme "seine Verantwortung als Gastgeber sehr ernst".

Die Endrunde in acht Jahren steht seit Monaten massiv in der Kritik.

Auf den Baustellen am Persischen Golf waren Hunderte Gastarbeiter, vor allem aus Nepal und Indien, ums Leben gekommen.

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