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Carlo Tavecchio ist seit dem 11. August Präsident des italienischen Fußballverbandes FIGC

Die UEFA hat den Präsidenten des italienischen Fußball-Verbands FIGC, Carlo Tavecchio, wegen rassistischer Aussagen für sechs Monate gesperrt.

Der 71-Jährige wird unter anderem nicht am kommenden UEFA-Kongress am 24. März 2015 teilnehmen dürfen.

Zudem beschloss die UEFA-Ethikkommission, dass Tavecchio in Italien eine Veranstaltung organisieren muss, mit der die Sensibilität für die Prinzipien der UEFA-Resolution gegen Rassismus gefördert werden soll. Tavecchio wird jedoch weiterhin den italienischen Verband auf internationaler Ebene vertreten können.

Tavecchio war im August trotz des Rassismus-Skandals zum neuen FIGC-Präsidenten gewählt worden. Er hatte zuvor bei einer offiziellen Veranstaltung für einen Eklat gesorgt, als er über ausländische Profis in der Serie A gesagt hatte:

"England identifiziert die Spieler, wenn sie kommen, damit nur Profis spielen. Bei uns hingegen kann 'Opti Poba', der vorher Bananen gegessen hat, plötzlich Stammspieler bei Lazio werden."

Der Weltverband FIFA hatte daraufhin eine Untersuchung des Falls vom FIGC gefordert. Tavecchio war für die Aussagen heftig kritisiert worden, wurde aber nach einer öffentlichen Entschuldigung trotzdem zum Verbandschef gewählt. Tavecchio erklärte, er respektiere den UEFA-Beschluss.

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