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Prinz Ali bin al-Hussein ist Stellvertreter von FIFA-Präsident Sepp Blatter

Der Druck auf den Fußball-Weltverband FIFA zur Veröffentlichung des Berichtes über die Korruptionsvorwürfe bei der Vergabe der WM-Endrunden 2018 in Russland und 2022 in Katar wird immer größer.

Am Rande des Aspire Academy Global Summit in Paris forderte nun auch FIFA-Vizepräsident Prinz Ali bin al-Hussein (Jordanien) am Dienstag die Offenlegung der Ergebnisse von FIFA-Ermittler Michael J. Garcia (USA).

"Der Bericht sollte dringend veröffentlicht werden. Umso länger etwas verheimlicht wird, desto schlimmer wird es. Das Ergebnis muss ans Licht. Wir brauchen eine Veröffentlichung und Transparenz", sagte bin al-Hussein.

Zuvor hatten bereits UEFA-Präsident Michel Platini (Frankreich) und sein Kollege Jeffrey Webb (Kaimaninseln) vom Verband für Nord- und Mittelamerika und die Karibik (CONCACAF) sowie Garcia selbst, der Ethik-Komitee-Spruchkammervorsitzende Hans-Joachim Eckert (München), Deutschlands Fußball-Ikone Franz Beckenbauer sowie auch Präsident Wolfgang Niersbach vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) aus Glaubwürdigkeits-Gründen die Veröffentlichung von Garcias Ermittlungsergebnissen gefordert.

FIFA-Präsident Blatter hatte Ende September ungeachtet des weltweit enormen Interesses nach einer Sitzung des Exekutivkomitees eine Veröffentlichung abgelehnt.

Schließlich sei das Ethik-Komitee und nicht das Exko zuständig. Nach Darstellung des umstrittenen Schweizers soll im Übrigen kein Mitglied der Exekutive, der auch Platini angehört, einen solchen Umgang mit dem 350 Seiten umfassenden Bericht beantragt haben.

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