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Willy Sagnol ist Trainer von Girondins Bordeaux

Der ehemalige Bayern-Profi Willy Sagnol hat sich nach Rassismus-Vorwürfen für seine Aussagen über afrikanische Fußballer entschuldigt.

"Wenn ich durch meine mangelnde Klarheit oder meine nicht optimale Wortwahl jemanden verletzt oder vor den Kopf gestoßen habe, dann tut es mir leid", sagte der Trainer von Girondins Bordeaux auf einer Pressekonferenz am Donnerstag.

"48 Stunden lang war das sehr schwierig", sagte Sagnol über die zahlreiche Kritik an seiner Person, "vor allem für einige Personen in meinem Umfeld, die mit dieser Auseinandersetzung konfrontiert wurden."

Er habe aber auch "sehr viel Unterstützung von Leuten aus der Welt des Fußballs, von der Presse und aus der Politik erhalten."

Angesprochen auf die mögliche Abwesenheit seiner afrikanischen Profis während des Afrika-Cups vom 17. Januar bis 8. Februar 2015 hatte Sagnol in einer Interviewrunde erklärt, er werde als Trainer von Girondins in Zukunft "deutlich weniger afrikanische Spieler verpflichten."

Auf die Frage, ob er sich damit nicht eines großen Reservoirs an Spielern beraube, sagte Sagnol: "Der Vorteil des typisch afrikanischen Spielers ist, dass er nicht teuer, kampfbereit und kräftig ist."

Im Fußball komme es aber auch auf Technik, Intelligenz und Disziplin an.

"Wenn ich von einem preiswerten, kampfbereiten Afrikaner spreche, dann meine ich damit nur den Fußballspieler", erklärte Sagnol seine Aussagen: "Wir waren in einer sportlichen Debatte. Die Intelligenz, die ich erwähnt habe, ist taktischer Natur."

Wegen fehlender finanzieller Mittel und Infrastrukturen, sei die fußballerische Ausbildung in Afrika nicht auf demselben Niveau wie in Europa.

Junge afrikanische Spieler, die den Sprung nach Europa wagen, machten daher "mit ihrer Arbeitsbereitschaft ihre mangelnde Ausbildung wett."

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