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DFB-Präsident Wolfgang Niersbach lässt sich mit der "Blatter-Frage" Zeit
Wolfgang Niersbach ist seit März 2012 Präsident des DFB © getty

Wolfgang Niersbach (64), Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), hat nach seinen jüngsten Äußerungen zur WM 2022 in Katar einen Beschwerde-Brief vom Botschafter des Emirats in Deutschland erhalten.

"Ihr Statement scheint unglücklicherweise den Eindruck zu erwecken, Katar mache kaum Fortschritte bei der Arbeitsschutz-Reform. Das ist nicht wahr", zitierte die "Bild" am Mittwoch aus dem Schreiben von Abdulrahman bin Mohammed Al-Khulaifi.

Auf SID-Anfrage erklärte DFB-Mediendirektor Ralf Köttker, dass Niersbach bereits auf den Brief geantwortet und ein grundlegendes Missverständnis ausgeräumt habe.

"Ich habe nie von einem Ultimatum gesprochen. Aber ich stehe dazu: Es wäre auch im Interesse von Katar, wenn die Fortschritte überprüft würden, um die Debatte zu beenden", sagte Niersbach der Bild. Von einer konkreten Frist Ende 2015 habe Niersbach nie gesprochen, betonte Köttker.

Der DFB-Präsident hatte Ende November in einem "Spiegel"-Interview vorgeschlagen, den Druck auf den Gastgeber der Endrunde 2022 zur Verbesserung der Menschenrechte zu erhöhen.

"Aus Sicht des DFB wäre es auch im Interesse Katars zielführend, einen Zeitraum zu definieren, an dessen Ende eine unabhängige Institution wie beispielsweise Amnesty International oder der Internationale Gewerkschaftsbund die Arbeitsbedingungen auf den WM-Baustellen prüft und abschließend bewertet", sagte Niersbach angesichts der anhaltenden Berichte über zahlreiche Todesfälle und menschenunwürdige Lebensbedingungen auf den Baustellen für das WM-Turnier.

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