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München - Sepp Blatter bleibt weitere vier Jahre an der Spitze der FIFA. Bis es so weit ist, erlebt er einige Unannehmlichkeiten. Der Tag zum Nachlesen im LIVETICKER.

Es war der Tag der Entscheidung: Am zweiten und letzten Tag des FIFA-Kongresses in Zürich wurde der umstrittene Präsident Sepp Blatter für eine weitere Amtszeit gewählt.

Der Schweizer verpasste zwar die nötige Zweidrittelmehrheit im ersten Wahlgang. Nachdem sein Herausforderer Prinz Ali bin Al Hussein aber auf den zweiten Wahlgang verzichtet hatte, stand Blatter als Sieger fest. 

Am Ende eines sehr ereignisreichen Tages war die Erleichterung beim alten und neuen Präsidenten groß. "Ich war ein bisschen nervös, aber ich habe es überstanden", lautete sein Fazit.

Im LIVETICKER können Sie die Ereignisse des Skandal-Kongresses noch einmal nachlesen:

+++ 19.40 Uhr: Kongress beendet +++

Der 65. FIFA-Kongress ist offiziell beendet. Morgen um 11.30 Uhr stellt sich Sepp Blatter nach dem Treffen des Exekutivkomitees noch einmal den Fragen der Journalisten.

+++ 19.32 Uhr: Batters Versprechen +++

"Am Ende meiner Amtszeit werde ich meinem Nachfolger eine starke Fifa übergeben", verspicht der FIFA-Boss in seinem Schlusswort und fügt an: "Let's go FIFA!"

+++ 19.28 Uhr: Der Staatsmann +++

Kurz vor dem Ende seiner Rede geht Blatter noch einmal darauf ein, dass Palästina den Antrag auf einen Ausschluss Israels aus der FIFA zurückgezogen hat, und dankt den Vertretern der beiden Verbände ausdrücklich. Er sagt: "Das zeigt, dass wir eine friedliebende Organisation sind."

+++ 19.26 Uhr: "Wir rühren die WM nicht an!"

Indirekt bezieht Sepp Blatter Stellung zu den Forderungen nach einer erneuten Kontrolle der WM-Vergaben an Russland (2018) und Katar (2022), als er sagt: "Wir werden die Weltmeisterschaft nicht anrühren. Ich bin ein loyaler Mensch."

+++ 19.24 Uhr: Blatter will Frauen im Exekutivkomitee +++

Sepp Blatter richtet zunächst ein paar Worte an seinen Herausforderer: "Ich möchte Prinz Ali danken. Er war ein würdiger Herausforderer und hat ein seht gutes Ergebnis erzielt." Dann sagt er: "Wir müssen die Repräsentation der verschiedenen Verbände ändern. Und Frauen müssen ins Exekutivkomitee einziehen. Wir brauchen die Ladys."

+++ 19.20 Uhr: Blatter bleibt Präsident +++

Es steht fest: Sepp Blatter geht in seine fünfte Amtszeit. Er wird bis 2019 Präsident der FIFA bleiben.

+++ 19.15 Uhr: Prinz Ali gibt auf +++

Prinz Ali bin Al Hussein feiert mit der Ansetzung eines zweiten Wahlgangs zwar einen Achtungserfolg. Darauf verzichtet er allerdings aufgrund des großen Abstands zu Blatter.

+++ 19 Uhr: Klar, aber nicht klar genug +++

Sepp Blatter bekommt 133 der 206 gültigen Stimmen, Prinz Ali bin Al Hussein 73. Damit verfehlt der amtierende FIFA-Boss die nötige Zweidrittelmehrheit um sieben Stimmen. Das hat der mächtige Boss so wohl nicht erwartet. Drei Wahlzettel waren übrigens ungültig.

+++ 18.57 Uhr: Es kommt zur Verlängerung +++

Weder Blatter noch Prinz Ali konnte die nötige Zweidrittelmehrheit hinter sich vereinigen. Es kommt zu einem zweiten Wahlgang.

FBL-FIFA-CORRUPTION-VOTE
Damit alles mit rechten Dingen zugeht, wird beim Auszählen der Stimmen genau aufgepasst © Getty Images

+++ 18.50 Uhr: Gespanntes Warten +++

Jede Minute kann nun die Entscheidung verkündet werden. Die Stimmzettel jedenfalls sind bereits ausgezählt.

+++ 18.25 Uhr: Erster Wahlgang abgeschlossen +++

Es ist vorbei. Die Stimmen werden jetzt ausgezählt.

+++ 18.10 Uhr: Es dauert nicht mehr lang +++

Der erste Wahlgang ist bald abgeschlossen. Die letzten Delegierten

+++ 17.59 Uhr: Valcke macht Dampf +++

Der FIFA-Generalsekretär mahnt zur Eile. Von seinem Sitz auf dem Podium dirigiert er die verschiedenen Stimmberechtigten zu den Wahlkabinen eins und zwei - und schickt ein dringliches "Bitte, bitte" hinterher.

+++ 17.50 Uhr: M wie Montenegro... +++

Noch ist die Abstimmung in vollem Gange. In alphabetischer Reihenfolge werden die Verbandsvertreter aufgerufen, zur Urne zu gehen. Gerade ist "M" an der Reihe. Es dürfte also ungefähr Halbzeit sein.

+++ 17.45 Uhr: Deutschland in Kabine 1 +++

Für Deutschland hat gerade DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock abgestimmt.

+++ 17.35 Uhr: Boykott oder nicht? +++

Am Rande des FIFA-Kongresses geht es auch weiterhin um die Frage eines möglichen Boykotts der WM 2018 in Russland durch die europäischen Nationalmannschaften. FA-Präsident Greg Dyke würde sich einem Boykott der gesamten UEFA-Verbände anschließen, sagt er bei BBC Radio 4. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier spricht sich indes gegen einen Boykott aus. "Ich halte davon gar nichts, jetzt auf Nebenkriegsschauplätze zu gehen", sagt der Minister während eines Ukraine-Besuchs: "Ganz offensichtlich liegt das Problem in den Strukturen der FIFA."

+++ 17.20 Uhr: Die Wahlprozedur +++

Alle Vertreter der 209 FIFA-Mitgliedsverbände gegen nun einzeln ihre Stimme ab. Dafür stehen ihnen zwei Wahlkabinen zur Verfügung. Sollte einer der beiden Kandidaten schon im ersten Wahlgang eine Zweidrittelmehrheit auf sich vereinen, ist er als Präsident gewählt. Wenn nicht, wird noch einmal gewählt. Es entscheidet dann die einfache Mehrheit.

+++ 17.03 Uhr: Die Reden sind vorbei +++

Nachdem auch Blatter für eine weitere Amtszeit geworben hat, verlässt er die Bühne. Jetzt sind die 209 Stimmberechtigten aufgefordert, im ersten Wahlgang den Präsidenten zu wählen. Aufgrund der hohen Zahl an Stimmberechtigten wird sich die Wahl wohl mindestens über eine Stunde hinziehen. Wir halten Sie in der Zwischenzeit aber weiterhin auf dem Laufenden.

+++ 16.59 Uhr: Beifall für Blatter +++

Sepp Blatter möchte das Image der FIFA aufpolieren und damit "gleich morgen anfangen". Und weiter: "Ich möchte bei Ihnen bleiben und mit Ihnen weitermachen", sagt Blatter. Zaghafter Beifall kommt aus dem Auditorium.

+++ 16.57 Uhr: Veränderungen angekündigt +++

"Wir werden ein paar Dinge ändern müssen, und zwar schon ab morgen", sagt Blatter - und konkretisiert: "Ich möchte eine spezielle Abteilung gründen, in dem Vertreter der Spieler, Klubs und Ligen zusammenfinden."

+++ 16.52 Uhr: Jetzt folgt Blatters Rede +++

"Ich brauche euch alle", sagt der amtierende FIFA-Boss auf Französisch, "einer allein kann das nicht schaffen."

+++ 16.45 Uhr: Prinz Ali: "Ich hoffe, Sie hören auf Ihr Gewissen" +++

Der Jordanier bittet um Unterstützung und sagt: "Wenn Sie mich unterstützen, möchte ich mit Ihnen einen neuen Anfang wagen. Ich hoffe, Sie hören auf Ihr Gewissen, auf Ihr Herz."

+++ 16.40 Uhr: Blatters Herausforderer will aufräumen +++

In seiner Bewerbungsrede sagt Prinz Ali bin Al Hussein: "Heute gehen wir die ersten Schritte der Veränderung. Heute geht es darum, das Vertrauen zu rechtfertigen. Es braucht einen engagierten Anführer, um das Chaos aufzuräumen. Dafür engagiere ich mich."

+++ 16.32 Uhr: Spannung steigt +++

Bevor es losgeht mit der Wahl, steht noch ein Tagesordnungspunkt zu strategischen Entscheidungen an.

+++ 16.16 Uhr: Niersbach im Exko +++

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach wird ins neue Exekutivkomitee aufgenommen. Dann verkündet Jerome Valcke: "Wir machen zehn Minuten Pause, um den Raum für die Wahl vorzubereiten." Die Delegierten sollen nicht zu weit weggehen.

+++ 16.13 Uhr: Mitglieder werden verabschiedet +++

Die scheidenden Mitglieder des Exko werden einzeln aufgerufen, bekommen zum Abschied eine Flagge. Unter anderem auch Prinz Ali - von einem peinlich berührten Blatter. Theo Zwanziger ist nicht anwesend.

+++ 16.07 Uhr: Kommission für eine Lösung +++

Eine Kommission wird gegründet, um das Thema weiter zu behandeln. Jetzt geht es um die Vizepräsidenten und Mitglieder des Exekutivkomitees.

+++ 16.03 Uhr: Antrag geht durch +++

90 Prozent der Mitglieder stimmen für den Antrag Palästinas, sofort schüttelt Eini Rajoubs Hand.

+++ 15.59 Uhr: Palästina contra Blatter +++

Palästina will also unbedingt abstimmen lassen, unter anderem über Vereine auf palästinensischem Boden, die in den israelischen Ligen spielen. Blatter will die Sache abschwächen, Rajoub pocht auf sein Recht, sagt, alles geschehe in Einklang mit den Statuten der FIFA. Blatter kommt ins Schwimmen, sagt: "Die FIFA kann doch nicht über Territorien abstimmen!"

+++ 15.49 Uhr: Handschlag zwischen Palästina und Israel? +++

Eini geht von der Bühne, will Rajoubs Hand schütteln. Der weigert sich noch und fordert: "Ich schüttle deine Hand, aber nur, wenn über unsere Punkte abgestimmt wird. Dann bin ich bereit, dich zu umarmen!"

+++ 15.45 Uhr: Israel antwortet +++

Jetzt kommt Ofer Eini auf die Bühne, Boss des israelischen Verbands. Er spricht die Palästinenser direkt an. "Ich rufe meinem Freund Jibril Rajid zu: 'Überlasse es den Politikern, über Politik zu sprechen! Du und ich zusammen!' Wenn wir miteinander sprechen, können wir alle Differenzen hinter uns lassen. Wir können alle Probleme lösen. Fußball ist ein vereinendes Element. Zusammen können wir es schaffen, dass Frieden herrscht zwischen unseren Völkern." In einem Punkt widerspricht er: "Wir dürfen die Politik nicht hineinziehen in die FIFA. Die Politik kann unsere Probleme hier nicht lösen."

+++ 15.41 Uhr: "Nächstes Jahr könnte ich tot sein" +++

Palästinas Verbandspräsident Jibril Rajoub legt nach: "Ich werde aus Israel bedroht. Nächstes Jahr könnte ich schon tot sein." Beim nächsten Kongress will Palästina die Sache wieder aufnehmen.

+++ 15.33 Uhr: Palästina rudert zurück +++

In der Abstimmung wird es aber nicht direkt um den Ausschluss Israels gehen. Erst wenn die palästinensischen Forderungen nicht erfüllt werden, soll es dafür einen neuen Anlauf geben. Die Vertreter Palästinas ziehen ihren Antrag vorerst zurück.

+++ 15.30 Uhr: Rote Karte wird gezückt +++

Der Präsident des palästinensischen Verbands spricht und fordert: "Es wird Zeit, diesen Rassismus zu beenden. Ich fordere Sie auf, abzustimmen. Und ich fordere, dass diese Angelegenheit auch vor die Vereinten Nationen kommt." Dann holt er eine symbolische Rote Karte heraus.

+++ 15.25 Uhr: Es wird ernst für Israel +++

Die Palästinenser legen jetzt ihren Antrag dar, über den Ausschluss Israels abzustimmen.

+++ 15.20 Uhr: Wer stimmt wie ab? +++

Blatter kann sich trotz vieler Zweifler vor allem auf zwei Kontinentalverbände verlassen: Afrika und Asien, die zusammen 100 der 209 Stimmen haben. Australien, seit 2011 Mitglied in Asien wird gegen ihn stimmen, ansonsten dürfte die Sache hier aber eindeutig sein. Auch die zehn Mitglieder des südamerikanischen Verbands wählen wohl Blatter, genau wie zehn der elf Mitglieder in Ozeanien. Neuseeland kündigte an, Prinz Ali zu unterstützen. Für den Jordanier gibt es vor allem Stimmen aus Europa. Russland und Spanien hat Blatter aber ebenfalls recht sicher für sich. Bleiben 52 europäische Mitglieder für Ali.

+++ 15.13 Uhr: Handshake for Peace! +++

Blatter feiert die FIFA für eine "grandiose Idee": Vor jedem Spiel der WM in Brasilien gaben sich alle Spieler gegenseitig und mit den Schiedsrichtern die Hand. Zum Glück blieb dann noch Zeit zum Fußballspielen. Nach den 90 Minuten das Ganze dann am besten nochmal unter dem Motto "Handshake for Peace". Dann hat Blatter noch eine Idee: Der ganze Kongress soll das auch mal machen! Prompt schlagen die Delegierten herzhaft ein.

+++ 15.04 Uhr: Katar nimmt Stellung +++

Die Ermittlungen der amerikanischen Behörden schließen ausdrücklich auch die Vergabe der WM 2022 mit ein. "Wir haben unsere Bewerbung mit Rechtschaffenheit durchgeführt", zitiert die Nachrichtenagentur AP ein Statement des katarischen WM-Komitees. "Katar war mit jeder Ermittlung in Zusammenhang mit den Bewerbungen für 2018 und 2022 einverstanden und wird das auch weiterhin sein."

+++ 14.56 Uhr: Neuer Präsident der CONCACAF +++

Jeffrey Webb, der Präsident des Verbands für Nord-, Mittelamerika und der Karibik, wurde gestern abgesetzt nach seiner Verhaftung. Alfredo Hawit aus Honduras ist sein Nachfolger.

+++ 14.53 Uhr: Noch ein weiter Weg +++

Verschiedene Ärzte und Professoren referieren jetzt über Verletzungen und Behandlungen von Spielern unter dem Tagesordnungspunkt 11.7, "Medical matters". Vor der Wahl des Präsidenten folgen noch neun Punkte auf dem Plan für heute.

+++ 14.41 Uhr: Palästina contra Israel +++

Die Delegation aus Palästina fordert den Ausschluss Israels aus der FIFA. Es geht sehr verkürzt um die angeblich "rassistische Politik" Israels und die schlechten Bedingungen, unter denen der Verband Palästinas vor allem im Gazastreifen arbeiten muss. Zunächst berichtet die britische Nachrichtenagentur PA von einer Annäherung, dann stellt Palästina klar: Es soll eine Abstimmung geben. Und zwar innerhalb der nächsten zwei Stunden.

+++ 14.26 Uhr: Cameron fordert Blatter-Rücktritt +++

Großbritanniens Premierminister David Cameron, der gerade in Deutschland verweilt, forderte in Berlin erneut einen Rücktritt Blatters: "Meiner Meinung nach sollte er gehen. Man kann bei derartigen Korruptionsvorwürfen dieser Größenordnung gegen diese Organisation nicht so tun, als wäre der derzeitige Vorsitzende die richtige Person, um voranzukommen. Was wir gesehen haben ist die hässliche Seite des Beautiful Game und er sollte gehen. Je eher, desto besser."

+++ 14.10 Uhr: Wahl für 18 Uhr erwartet +++

Wie erwartet wird es ein langer Tag in Zürich: Derzeit wird mit dem Beginn der Präsidentenwahl für 18 Uhr gerechnet. Momentan geht es in Redebeiträgen um Frauenfußballprogramme der FIFA.

+++ 14 Uhr: Blatter spricht über Sanktionsmöglichkeiten +++

Blatter spricht über neue Möglichkeiten für die FIFA, Klubs für Fehlverhalten von Fans, Spielern oder Offiziellen bis zu einem Zwangsabstieg bestrafen zu können. Blatter lobt den neuen Maßnahmenkatalog.

+++ 13.41 Uhr: Valcke spricht +++

Generalsekretär Jerome Valcke setzt den Kongress fort, bestätigt zu Beginn eine Bombendrohung: "Eine anonyme Drohung gegen den FIFA-Kongress ist eingegangen und hat zu umgehenden Untersuchungen geführt."

+++ 13.38 Uhr: Keine Bombe gefunden +++

Die Einsatzkräfte haben keine Bombe gefunden. Der Kongress wird in Kürze fortgesetzt.

+++ 13.36 Uhr: Medien wieder im Saal +++

Seit zehn Minuten dürfen die Pressevertreter wieder in den Konferenzsaal. Bald dürfte es weitergehen.

+++ 13.30 Uhr: Valcke will aufklären +++

Bei der geplanten Fortsetzung des Kongresses in wenigen Augenblicken will FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke sich zur eingegangenen Bombendrohung äußern.

+++ 13.17 Uhr: Keine Panik in Zürich +++

Am Kongresszentrum läuft trotz der Bombendrohung alles in geregelten Bahnen ab. Alle Beteiligten bleiben ruhig. Einige Pressevertreter waren selbst überrascht von der Nachricht einer Bombendrohung. Nachdem Jerome Valcke die Mittagspause ausgerufen hat, sollten alle den Saal verlassen, weil er angeblich durchgewischt werden sollte.

+++ 13.03 Uhr: Bombendrohung bei FIFA-Kongress +++

Wieder Aufruhr in Zürich: Kurz nach 11 Uhr wurden Rettungskräfte wegen einer eingegangenen Bombendrohung beim FIFA-Kongress alarmiert. "Das können wir so bestätigen", sagte Pressesprecher Rene Ruf von der Stadtpolizei Zürich dem SID. Unter anderem deshalb sei der Saal im Züricher Hallenstadion geräumt worden - offiziell wurde dies mit einer Mittagspause begründet. "Über alles Weitere werden wir in Kürze informieren", sagte Ruf.

+++ 12.58 Uhr: Italien erinnert an 2002 +++

Im Fahrwasser des FIFA-Skandals kramt Italien das Trauma von 2002 wieder hervor. Der Corriere dello Sport behauptet, Beweise für eine Manipulation des Achtelfinalspiels zwischen Italien und Südkorea (1:2 n.V.) zu haben. Damals sorgte Schiedsrichter Byron Moreno für einen Eklat, als er erst Francesco Totti wegen einer vermeintlichen Schwalbe vom Platz stellte und dann ein reguläres italienisches Tor in der Verlängerung aberkannte.

Das Titelblatt des Corriere dello Sport vom Freitag © Corriere dello Sport

+++ 12.34 Uhr: Warner geht es wieder besser +++

Entwarnung für alle, die sich Sorgen um den Gesundheitszustand von Jack Warner gemacht haben. Nachdem dieser im Gefängnis über Erschöpfung geklagt hat und nicht imstande war, Fragen der Medien zu beantworten, geht es dem früheren FIFA-Vize glücklicherweise wieder besser. Das belegen Bilder von einer politischen Veranstaltung in Trinidad & Tobago Stunden nach Warners Entlassung aus dem Gefängnis.

+++  12.26 Uhr: So läuft die Präsidentenwahl +++

10 von 19 Tagesordnungspunkten sind geschafft. Die Wahl zum Präsidenten ist Nummer 17, aber wie läuft das dann überhaupt ab?

Ein Kurzabriss:

- Der FIFA-Präsident wird in einer geheimen Wahl für eine Amtszeit von vier Jahren gewählt.

- Es gibt keine Altersbeschränkungen für die Kandidaten (Blatter ist 79, Prinz Ali 39)

- Jede der 209 Delegationen ist stimmberechtigt und hat jeweils eine Stimme. Am Vormittag waren alle 209 Delegationen anwesend

- Um im ersten Wahlgang zu gewinnen, ist eine Zweidrittelmehrheit aller anwesenden Stimmberechtigten nötig.

- Ist ein zweiter Wahlgang nötig, reicht dann die einfache Mehrheit zum Sieg.

+++ 12.05 Uhr: Fast eine Milliarde Einnahmen +++

Während der Kongress pausiert lohnt sich ein Blick auf den beschlossenen FIFA-Haushalt für 2016:

Der Verband FIFA plant für 2016 mit einem Investitions-Budget von 815 Millionen US-Dollar. Den größten Anteil machen Ausgaben für die "Entwicklung" (220 Millionen US-Dollar) aus, gefolgt von Ausgaben für die WM 2018 in Russland (185). Bereits fix sind auf der anderen Seite Einnahmen in Höhe von 822 Millionen US-Dollar aus dem Verkauf von Sende- und Marketingrechten.

+++ 11.56 Uhr: Pause in Zürich +++

Generalsekretär Jerome Valcke entlässt die Delegationen in die 90-minütige Mittagspause. Der FIFA-Kongress geht 13.30 Uhr weiter. Unabhängig davon gibt es hier auch über den Mittag hinweg weiter alle News zum FIFA-Skandal im Ticker.

+++ 11.54 Uhr: Budget für 2016 beschlossen +++

Mit nur einer Gegenstimme ist das FIFA-Budget 2016 beschlossen.

+++ 11.36 Uhr: Finale 2022 am vierten Advent +++

Das Finale der Fußball-WM 2022 in Katar wird tatsächlich am 18. Dezember, also am vierten Advent, ausgetragen. "Darauf haben wir uns geeinigt", sagte Generalsekretär Jerome Valcke.

+++ 11.33 Uhr Zwanziger reist ab +++

Theo Zwanziger hat genug gesehen. Der frühere DFB-Präsident hat unter dem Eindruck des jüngsten Skandals seine letzte Teilnahme am Kongress kurzfristig abgesagt und damit auf seine Verabschiedung verzichtet.

Das scheidende Mitglied des Exekutivkomitees, das vom derzeitigen DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach abgelöst wird, begründete seine Absage mit den Ereignissen der vergangenen Tage.

"Ich habe bei dieser Veranstaltung nichts zu suchen. Das ist alles in den letzten Tagen zu einem großen Zirkus verkommen", sagte Zwanziger der Welt: "Ich habe keine aktive Rolle mehr und kein Stimmrecht, und ich arbeite auch nicht an der Zukunftsgestaltung mit."

Der 69-Jährige blieb stattdessen zu Hause: "Was soll ich also da? Ich sehe darin keinen Sinn. Das ist nicht meine Welt."

+++ 11.28 Uhr: Beckenbauer gegen WM-Boykott +++

UEFA-Präsident Michel Platini schloss gestern einen WM-Boykott der Europäer nicht aus. Franz Beckenbauer hält von dieser Idee wenig. "Ein Boykott hat noch nie etwas gebracht. Die UEFA bringt es ja noch nicht einmal fertig, einen eigenen Kandidaten aufzustellen", so Beckenbauer zur Bild.

Beckenbauer glaube zudem nicht, dass eine Abwahl Blatters alle Probleme lösen würde: "Theo Zwanziger hat einen guten Satz gesagt: Es liegt nicht an der Person Blatter, sondern am System Fifa. Aber wie soll man ein System finden, dieses System zu ändern? Die ganze Welt ist in der Fifa vertreten und es sind dort alles demokratische Vorgänge."

+++ 11.23 Uhr: Finanzen nun das Thema +++

Die FIFA gibt nun einen Überblick über das Wirtschaftsjahr 2014. 

+++ 11.08 Uhr: Bequeme Mehrheit für Blatter? +++

Die UEFA mag sich gestern mehrheitlich für eine Wahl von Blatters Gegner Prinz Ali entschieden haben, die Mehrheit für Blatter im zweiten Wahlgang dürfte aber dennoch sicher sein - trotz der Ankündigungen der USA, Australiens und Neuseelands, von Blatter abzurücken. (Einen Überblick gibt es hier

+++ 11.05 Uhr: FIFA blickt zurück und nach vorn +++

Nach einem Rückblick auf die FIFA-Turniere 2014 gibt Generalsekretär Jerome Valcke einen Überblick über die anstehenden Turniere.

+++ 10.52 Uhr: Alles beim Alten +++

65th FIFA Congress
UEFA-Präsident Michel Platini (M.) während des FIFA-Kongresses © Getty Images

Also alles beim Alten: Blatter macht einige wenige Einzelne für Korruption verantwortlich, hebt die Anstrengungen der FIFA im Kampf gegen Korruption heraus, mahnt aber gleichzeitig, unmöglich alle Aktivitäten kontrollieren zu können. Einmal mehr wäscht der Schweizer seine eigenen Hände in Unschuld.

+++ 10.50 Uhr: "Die FIFA, das sind Sie!" +++

"Wenn wir mit unserer Bewegung eine bessere Welt schaffen können, dann sind wir einen Schritt weiter. Lassen Sie uns diese Arbeit fortsetzen! Es ist eine Sache des Vertrauens, des Glaubens daran. Lassen Sie uns zusammen daran glauben! Lassen Sie uns reparieren, was kaputtgegangen ist! Und lassen Sie uns das hier und jetzt beginnen!"

Mit den Worten "Die FIFA, das sind Sie alle!", schließt Blatter seine Rede.

+++ 10.45 Uhr: WM als Aushängeschild +++

Blatter weiter: "Die WM ist nicht nur das Aushängeschild für den Fußball, sondern für den Sport generell. Es gibt keine Sportveranstaltung, die eine solche Aufmerksamkeit erhält. Also lassen Sie uns vorsichtig sein. Lassen wir uns nicht nur auf das Geld fokussieren, sondern darauf, dass der Fußball selbst eine riesige Bewegung geworden ist. Mit erschaffener Infrastruktur, geschaffenen Jobs. 

+++ 10.44 Uhr: "Du hast ein Monster erschaffen!" +++

"Der Fußball hat sich von einer Freizeitaktivität zu einer großen kommerziellen Bewegung entwickelt. Mein Vorgänger sagte einst zu mir: 'Du hast ein Monster erschaffen!" Aber das ist kein Monster", so Blatter.

+++ 10.39 Uhr: Blatter spricht FIFA frei +++

"Nur wenn sich die gesamte FIFA im Sinne des Fairplay agiert, nur wenn Disziplin von oben nach unten herrscht, nur dann werden wir mehr Kontrolle auf allen Ebenen erreichen. Aber die FIFA kann nicht alle Vorkommnisse auf der ganzen Welt überwachen. Wie soll eine einzelne Organisation das leisten?" 

+++ 10.35 Uhr: Blatter lobt FIFA-Bemühungen +++

"Wer kontrolliert die Aktivitäten der FIFA? Wir haben vor vier Jahren in einer Reform Kontrollsysteme eingerichtet, die Ethikkommission, wir haben das Compliance-Komitee eingerichtet. Die Mitglieder dieser Komitees wurden vom Kongress gewählt. Wir haben eine Gewaltenteilung bei der FIFA", so Blatter.

+++ 10.33 Uhr: Blatter spricht +++

Blatter hält nun eine längere Ansprache. Er wiederholt dabei wichtige Punkte seiner gestrigen Rede.

"Wir können die Reputation des Fußballs und der FIFA nicht so durch den Dreck ziehen lassen. Diejenigen, die dies ausgelöst haben, sind Einzelne. Sie sind nicht die gesamte Organisation. Diese Einzelnen haben aus dem Auge verloren, worum es in diesem Sport geht. Es ist ein Mannschaftssport, in dem jeder dasselbe Ziel anstreben muss. Ich akzeptiere, dass der Präsident der FIFA für alles verantwortlich ist. Aber ich teile diese Verantwortung mit dem Exekutivkomitee. Ich teile es mit allen von Ihnen. Wir sind an einem Wendepunkt. Wir müssen zusammenstehen und vorwärts gehen. Wir können nicht ständig jeden überwachen", so Blatter.

+++ 10.25 Uhr: Deutschland checkt die Redezeit +++

Deutschland ist eine von fünf ausgewählten Delegationen, die heute die Redezeit der Redner im Blick behalten und sie bei einer Überschreitung ermahnen. Klischee erfüllt. 

+++ 10.21 Uhr: Organisatorische Punkte +++

Auf dem Kongress werden nun organisatorische Angelegenheiten für den Tag geklärt, so zum Beispiel, welche Delegationen als Wahlprüfer bei den vielen Entscheidungen des Tages fungieren.

+++ 10.13 Uhr: Alle sind da +++

Von Boykott keine Spur: Alle 209 Mitgliedsdelegationen sind anwesend. 

+++ 10.11 Uhr: Präsidentschaftswahl erst spät +++

Die Wahl zum FIFA-Präsidenten ist der drittletzte Tagesordnungspunkt der heutigen Sitzung. Eine Entscheidung könnte also erst spät fallen. 

Auf Antrag der USA soll die Wahl nicht über die bereitstehenden elektronischen Abstimmungsgeräte erfolgen, sondern in einer geheimen Wahl an der Wahlurne.

+++ 9.57 Uhr: Protest unterbricht Kongress +++

Eine protestierende Frau unterbricht die Sitzung mit lauten "Red Card for FIFA"-Rufen und stürmt mit einer palästinensischen Flagge durch den Saal. Blatter bittet um das Eingreifen der Security. Nach einer guten halben Minute ist der Aufruhr beendet.

+++ 9.55 Uhr: Blatter hofft auf Respekt +++

"Ich wünsche mir, dass Disziplin, Respekt und Fairplay auch heute in diesem Saal herrschen", so Blatter. Der den Kongresstag für eröffnet erklärt.

+++ 9.53 Uhr: Blatter über die Tagesordnung +++

Blatter lenkt die Aufmerksamkeit weg vom Korruptionsskandal auf die geplanten Themen des Kongresses, etwa den Konflikt zwischen dem palästinensischen und israelischen Verband. 

+++ 9.50 Uhr: Blatter: Kampf gegen Korruption +++

"Wir führen einen Kampf gegen Korruption, Spielmanipulationen und Rassismus, den es immer noch gibt", gibt Blatter die Agenda vor.

+++ 9.45 Uhr: Blatter eröffnet den Tag +++

Präsident Blatter tritt ans Rednerpult und eröffnet die Konferenz.

"Die Ereignisse am Mittwoch haben einen Sturm ausgelöst. Es war sogar fraglich, ob der Kongress stattfinden konnte. Heute appelliere ich an Einigkeit, um gemeinsam voranzukommen. Es mag nicht einfach sein, aber wir sind heute hier, um Probleme zu lösen. Das mag nicht an einem Tag geschafft sein, aber wir können einen Anfang machen", so Blatter: "Lasst uns an die Arbeit gehen. Lasst uns nicht über Probleme reden, sondern sie lösen."

+++ 9.40 Uhr: Die Sitzung läuft +++

Der zweite Tag des FIFA-Kongresses hat begonnen. Generalsekretät Jerome Valcke lässt die Anwesenden mit einem kleinen Quiz die Abstimmungsgeräte testen, indem er nach dem aktuellen Weltmeister fragt. Immerhin 95 Prozent sagen Deutschland.

+++ 9.14 Uhr: Blatters Allianz bröckelt +++

Kurz vor der Wahl des neuen FIFA-Präsidenten schwindet die Unterstützung für Joseph S. Blatter. Die Verbände aus den USA, Kanada, Australien und Neuseeland schlugen sich angesichts des jüngsten Skandals im Fußball-Weltverband auf die Seite von Blatters Herausforderer Prinz Ali bin Al Hussein aus Jordanien.

Australien stellt sich damit gegen die Ankündigung des Asiatischen Fußballverbandes, Neuseeland stellt sich beim Ozeanien-Verband quer.

+++ 8.36 Uhr: Warner verlässt Gefängnis im Krankenwagen +++

Ein Protagonist des FIFA-Skandals ist zumindest vorläufig wieder auf freiem Fuß. Am Donnerstag verließ der frühere FIFA-Vizepräsident ein Gefängnis in Trinidad und Tobago in einem Krankenwagen. Der 72-Jährigen klagte über Erschöpfung. Gegen eine Kaution von 360.000 Euro ist Warner wieder auf freiem Fuß. Ihm droht jedoch die Auslieferung an die USA.

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