vergrößernverkleinern
Sepp Blatter hält den Ausrichter der WM 2022, Katar, neben dem WM-Pokal in der Hand
Die FIFA um Präsident Sepp Blatter vergab die WM 2022 am 2. Dezember 2010 an Katar. © Getty Images

Nach der Rücktrittsankündigung von FIFA-Präsident Joseph S. Blatter stellt der australische Fußball-Verband ASF die WM-Ausrichtung 2022 in Katar infrage.

Der Bewerbungsprozess für die Endrunde in sieben Jahre sei "nicht sauber" gewesen, sagte ASF-Vorsitzender Frank Lowy. Die Australier verloren bei der weltweit kritisierten Abstimmung des FIFA-Exekutivkomitees im Dezember 2010 als Letzter chancenlos im ersten Wahlgang.

"Wir haben eine saubere Bewerbung abgeliefert", sagte Lowy: "Ich weiß, dass andere das nicht gemacht haben." Die WM 2022 wurde jahrelang von der FIFA-Ethikkommission untersucht. Der frühere Chefermittler Michael Garcia trat am Ende zurück, weil er das angebliche Ergebnis (keine hinreichenden Unregelmäßigkeiten) nicht unterstützte.

Seit einer von der FIFA gestellten Strafanzeige ermittelt die Schweizer Bundesstaatsanwaltschaft wegen "Unregelmäßigkeiten" der Vergaben an Katar und Russland (2018). Zudem ist nicht ausgeschlossen, dass auch die US-Ermittler darauf stoßen.

Bislang hatte die FIFA eine Neu-Vergabe ausgeschlossen - da war aber Blatter noch Präsident.

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel