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Für Neymar ist die Copa America wegen einer Sperre bereits vorzeitig beendet
Für Neymar ist die Copa America wegen einer Sperre bereits vorzeitig beendet © Getty Images

Nach seiner Sperre bei der Copa America übernimmt Brasiliens Superstar Neymar in einem offenen Brief Verantwortung für sein Verhalten - und entschuldigt seine Abreise.

Nach seinem Frust-Foul in der Copa America gegen Kolumbien und der damit verbundenen Sperre von vier Spielen hat sich Brasiliens Superstar Neymar nun in einem offenen Brief zu Wort gemeldet.

"Ich bin mit dem großen Vertrauen und der Hoffnung nach Chile gekommen, der brasilianischen Auswahl bei dieser Copa America dienen zu können. Leider wird das nicht mehr möglich sein", schrieb der 23-Jährige bei Instagram.

Neymar weiter: "Ich weiß, dass meine Präsenz in der Gruppe wichtig ist, so wie die jedes einzelnen der anderen Spieler. Ich habe mich nie davor gedrückt, einer der Leader der Mannschaft zu sein. Und als Kapitän bringe ich mich beim Kampf um Siege und beim Treffen von Entscheidungen ein, egal ob sie sich dann als richtig oder falsch erweisen."

Allerdings wollte der Angreifer den weiteren Turnierverlauf nicht vor Ort in Chile verfolgen: "Unabhängig davon, wohin ich jetzt gehe, werde ich die Mannschaft immer begleiten. Aber hier bleiben und nur trainieren zu können, bringt mich innerlich um. Es ist sehr schlecht, nur zu trainieren ohne sich auf etwas vorzubereiten. Dazu könnte ich mich dabei unter Umständen verletzen, was die Situation noch schwieriger machen würde."

Zum Abschluss bat der Profi des FC Barcelona bei seinem Teamkollegen um Verzeihung für seinen Ausraster.

"Ich musste das der Mannschaft und dem Trainerstab so mitteilen, die mich immer unterstützt haben. Ich bitte meine Mannschaftskameraden um Verzeihung, dass ich in dieser Lage bin. Aber ich bin sicher, dass ich daraus gestärkt hervorgehen werde. Viel Glück, Brasilien!", schloss Neymar.

Der Torjäger hatte am Mittwoch nach dem Schlusspfiff der Partie in Santiago de Chile zunächst dem Kolumbianer Pablo Armero den Ball aus kurzer Distanz in den Rücken geschossen und dann zu einem Kopfstoß gegen Siegtorschützen Jeison Murillo angesetzt.

Der Frustabbau ging im Kabinengang weiter, wo Neymar den Schiedsrichter Enrique Osses beschimpfte.

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