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Knifflige Entscheidungen könnten in Brasilien bald per Videobeweis entschieden werden © Getty Images

Der brasilianische Fußball-Verband CBF will auf Initiative der heimischen Klubs den Videobeweis einführen.

Ab 2016 sollen in der ersten Liga kritische Entscheidungen von einem Videorichter gefällt werden.

Der Verband will beim Weltverband den Antrag stellen, als erster Verband offiziell den Videobeweis einführen zu dürfen.

Bislang sind nur technische Hilfsmittel wie das Hawk-Eye in der Bundesliga erlaubt, um auf Tor oder Nicht-Tor zu entscheiden.

Der Videorichter in Brasilien soll sich Spielszenen in der Wiederholung und Zeitlupe nochmals anschauen, um Fehler des Schiedsrichter zu verhindern, heißt es laut brasilianischen Medien.

"Wir wissen, dass es für einen Menschen unmöglich ist, keinen Fehler als Schiedsrichter zu machen. Deshalb werden wir die FIFA fragen, dass uns die Erlaubnis erteilt wird, TV-Bilder zu nutzen, um den Referees zu helfen", sagte CBF-Präsident Marco Polo del Nero. Brasilien wolle in dieser Hinsicht Vorreiter für andere Nationen sein.

Die Regelhüter des IFAB der FIFA haben allerdings bislang noch nicht der Einführung des Videobeweises zugestimmt.

Ein brasilianischer Alleingang erscheint deshalb nicht realistisch. In den Niederlanden hatte es bereits zuletzt Tests in Bezug auf den Videobeweis gegeben. 

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